Indisches Blumenrohr (Canna indica) – PflanzenfotoQuelle: Wikimedia CommonsSalixCC BY-SA 4.0

Indisches Blumenrohr (Canna indica) – Pflege

Canna indica
Sonniger, warmer und möglichst windgeschützter Platz im Beet, an der Terrasse oder im großen Kübel. Auch am Teichrand geeignet, sofern das Pflanzsubstrat nicht dauerhaft vernässt. Große Sorten am besten in den Hintergrund von Rabatten setzen. Ja, sofern eine frostfreie Überwinterung möglich ist

Indisches Blumenrohr (Canna indica) Kurzvorstellung

Das Indische Blumenrohr (Canna indica) bringt mit seinen großen, bananenähnlichen Blättern und leuchtenden Blüten tropisches Flair in deutsche Gärten, Kübel und Terrassen. Die aus Mittel- und Südamerika stammende Rhizomstaude wächst im Sommer schnell, benötigt Sonne, Wärme, nährstoffreiche Erde und gleichmäßige Feuchtigkeit. Da die Rhizome in Deutschland meist nicht winterhart sind, werden sie im Herbst frostfrei eingelagert und im Frühjahr wieder vorgetrieben.

Systematik

Taxonomische Einordnung

PflanzenfamilieCannaceae
GattungCanna
PflanzengruppeRohrsänger
PflanzentypRhizombildende, ausdauernde krautige Staude; in Deutschland meist als frostempfindliche Sommerblume kultiviert
HerkunftTropisches und subtropisches Amerika
Akzeptierter wissenschaftlicher NameCanna indica
Schnellüberblick

Indisches Blumenrohr (Canna indica) – Pflege

Wichtigste Ansprüche
LichtbedarfSonnig bis halbschattig
WasserbedarfRegelmäßig und gleichmäßig feucht halten
WinterhärteFrostempfindlich; Rhizome vor stärkerem Frost schützen
BodenNährstoffreicher, humoser, gut drainierter Boden
GrößeEtwa 1–2,5 m im deutschen Gartenbau, je nach Sorte; einzelne Formen können größer werden × Etwa 60–150 cm, je nach Sorte
BlüteSommer bis früher Herbst
LuftfeuchtigkeitNormale Außenluftfeuchte reicht aus. Bei hoher Luftfeuchte und dichter Bepflanzung steigt das Risiko für Blattkrankheiten; ein luftiger Standort ist vorteilhaft.
Boden-pHSchwach sauer bis neutral, etwa pH 6,0–7,0
NährstoffbedarfWährend der Wachstumszeit regelmäßig düngen
MindesttemperaturUnter etwa 0 °C können Laub und Triebe geschädigt werden; die Rhizome sollten frostfrei bleiben
USDA-ZoneIn Deutschland nicht zuverlässig winterhart; in sehr milden Weinbau- und Niederrheinlagen kann ein stark geschützter Versuch im Freiland gelingen, sicherer ist die frostfreie Überwinterung.
WachstumsgeschwindigkeitSchnell bei Wärme, Licht und ausreichender Wasserversorgung

Licht und Standort

Für kräftigen Wuchs und die reichste Blüte mindestens sechs Stunden direkte Sonne anstreben. Halbschatten wird toleriert, führt aber häufig zu weniger Blüten und längeren, weicheren Trieben. In heißen Lagen ist etwas Nachmittagsschutz möglich, sofern die Pflanze weiterhin hell steht und ausreichend Wasser erhält.

Gießen und Luftfeuchtigkeit

Während des Wachstums tiefgründig gießen, sobald die obere Substratschicht leicht abgetrocknet ist. Das Beet gleichmäßig feucht halten, aber stehendes Wasser vermeiden. Nach dem Einräumen beziehungsweise während der Rhizomruhe kaum oder gar nicht gießen.

Boden und Substrat

Ideal ist ein humoser, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden, der gleichmäßig feucht bleibt. Lehmige oder sandige Böden lassen sich mit Kompost verbessern. Staunässe, besonders im Winterquartier oder bei kaltem Herbstwetter, fördert Rhizomfäule.

Düngung

Nach dem Austrieb Kompost und einen ausgewogenen Langzeitdünger geben oder während der aktiven Wachstumszeit alle drei bis vier Wochen schwach dosiert nachdüngen. Kübelpflanzen benötigen wegen des häufigeren Gießens meist regelmäßigere Nährstoffgaben. Ab Spätsommer nicht mehr düngen.

Wachstum und Wuchsform

Canna indica bildet aus verzweigten unterirdischen Rhizomen schnell wachsende Horste. Wärme, Sonne, Nährstoffe und gleichmäßige Feuchtigkeit fördern kräftige Stängel und üppiges Laub. Verblühte Blütenstände entfernen und überfüllte Rhizome gelegentlich teilen.

Pflanzung

Pflanzen und Umtopfen

PflanzzeitIm Frühjahr nach den Eisheiligen; Vorziehen ab März oder April möglich
PflanztiefeEtwa 10–15 cm
PflanzabstandEtwa 40–60 cm, je nach Sorte und gewünschter Wirkung

Rhizome in Deutschland nach den Eisheiligen beziehungsweise nach Ende der Spätfrostgefahr auspflanzen. Etwa 10–15 cm tief mit den Austriebsaugen nach oben setzen, gründlich angießen und während des Anwachsens gleichmäßig feucht halten. Vorgezogene Pflanzen erst langsam an die Sonne gewöhnen.

Umtopfen

Im Frühjahr zum Austriebsbeginn in frisches, nährstoffreiches und gut drainiertes Substrat umtopfen. Der neue Topf sollte nur wenig größer als der Wurzelballen sein, da übergroße Gefäße langsamer abtrocknen. Dicht bewachsene Rhizomhorste können dabei geteilt werden.

Praktische Pflege

Vermehrung und Schnitt

Vermehrung

Am zuverlässigsten durch Teilung der Rhizome im Frühjahr. Jedes Teilstück sollte mindestens ein gesundes Austriebsauge besitzen. Aussaat ist möglich, aber wegen der harten Samenschale langsamer und bei Zierformen nicht sortenecht.

Schnitt

Verblühte Blütenstände regelmäßig entfernen. Nach dem ersten stärkeren Frost die abgestorbenen Stängel etwa 5–10 cm über dem Boden abschneiden. Bei kranken Blättern Werkzeuge reinigen und stark befallenes Material nicht auf den Kompost geben.

Saisonale Pflege

Überwinterung

Vor den ersten stärkeren Frösten, in vielen Regionen spätestens im Oktober, die oberirdischen Teile zurückschneiden und die Rhizome vorsichtig ausgraben. Erde grob entfernen, die Rhizome kurz abtrocknen lassen und bei etwa 5–10 °C frostfrei, dunkel und luftig lagern. Nur leicht vor dem völligen Austrocknen schützen; regelmäßig auf Fäulnis kontrollieren. In sehr milden Weinbau- oder Niederrheinlagen ist eine dicke Mulchabdeckung möglich, bleibt aber unsicher.

Praktische Verwendung

Verwendung

Zierpflanze für sonnige Beete, Rabatten, große Kübel, Terrassen und tropisch wirkende Pflanzungen. Einzelne Formen sind als Achira beziehungsweise essbare Canna bekannt, doch Zierpflanzen aus dem Handel sollten wegen unsicherer Sortenidentität, möglicher Pflanzenschutzmittel und fehlender Zubereitungskenntnis nicht verzehrt werden.

Bestimmung und Wuchsform

Erscheinungsbild

Kräftige, aufrechte, rohrartige Stängel tragen große, scheidenförmige Blätter mit elliptischer bis lanzettlicher Form. Die wachsartige Blattoberfläche kann grün oder violettgrün erscheinen. Über dem Laub stehen auffällige Blütenstände; anschließend entstehen braune, weich bestachelte Kapseln mit harten schwarzen Samen.

Ökologische Beziehungen

Bestäubung und Besucher

Die auffälligen Canna-Blüten werden in gärtnerischen Quellen als attraktiv für Kolibris und andere Blütenbesucher beschrieben. Für deutsche Gärten ist daraus keine bestimmte heimische Vogelart abzuleiten; die Art ist kein Ersatz für heimische Nahrungspflanzen für Insekten.

Pflanzenschutz

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten

Vor allem Rhizomfäule bei kaltem, nassem oder schlecht drainiertem Boden. Außerdem können Blattflecken, Rost und pilzliche Blattkrankheiten bei dichter, schlecht belüfteter Bepflanzung auftreten. Für Luftzirkulation sorgen, bodennah gießen und stark befallene Blätter entfernen.

Schädlinge

Mögliche Schädlinge sind Blattläuse, Thripse, Spinnmilben und Raupen, darunter Blattwickler. Blätter und Triebspitzen regelmäßig kontrollieren. Stark geschädigte Blätter entfernen; zugelassene Kaliseifen- oder Rapsölpräparate nur nach Etikett anwenden und während des Bienenflugs beziehungsweise bei geöffneten Blüten zurückhaltend einsetzen.

Sicherheit und Allergene

Giftigkeit und Pollen

GiftigkeitGilt im Allgemeinen als gering giftig beziehungsweise für Hunde und Katzen als nicht giftig; Verzehr trotzdem vermeiden

Canna indica wird in verfügbaren Haustierdatenbanken als nicht giftig beziehungsweise nicht mit einer systemischen Vergiftung verbunden geführt. Die Datenlage trennt die Art jedoch nicht immer vollständig von anderen Zier-Canna. Auch ungiftiges Pflanzenmaterial kann bei größeren Mengen Magen-Darm-Beschwerden verursachen; behandeltete Pflanzen, Rhizome und Samen sind nicht zum Verzehr bestimmt.

Pollen und AllergieGeringe Belastung durch luftgetragenen Pollen
Typischer Zeitraum
Während der Blüte, in Deutschland meist Juni bis Oktober
Bestäubung / Pollen
Überwiegend tierassoziierter Pollen mit begrenzter Verbreitung durch die Luft

Canna-Pollen wird überwiegend durch Tiere übertragen und gilt nicht als stark windverbreitet. Dadurch ist die Belastung durch luftgetragenen Pollen vermutlich geringer als bei windbestäubten Pflanzen. Eine individuelle Reaktion auf Pflanzenteile oder Blütenstaub ist dennoch möglich.

Hunde Nach gängigen Haustierdatenbanken im Allgemeinen nicht giftig für Hunde. Größere Mengen können dennoch Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
Katzen Nach gängigen Haustierdatenbanken im Allgemeinen nicht giftig für Katzen. Größere Mengen können trotzdem leichte Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Kinder Keine gut belegte schwere Giftwirkung bekannt. Kinder sollten trotzdem keine Blätter, Rhizome oder harten Samen essen.
Betroffene Pflanzenteile Keine spezifisch hochgiftige Pflanzenteile bekannt; Blätter, Rhizome, Samen und behandelte Pflanzenteile nicht verzehren.
Natürliche Umgebung

Natürlicher Lebensraum

Natürlich verbreitet in tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, einschließlich saisonal trockener Tropengebiete. Die Art wächst an warmen, offenen Standorten mit saisonaler Feuchtigkeit und ist außerhalb ihres Ursprungsgebiets vielfach kultiviert und teils eingebürgert.

Gut zu wissen

Wissenswertes

Rhizombildende Geophytin mit unterirdischem Speicherorgan
Die harten schwarzen Samen erinnern an kleine Perlen
Blüten öffnen sich nacheinander am endständigen Blütenstand
Das Laub kann grün oder violettgrün und wachsartig sein
Die Art stammt trotz des Namenszusatzes indica aus Amerika
In Deutschland wird sie meist als Kübel- oder Sommerblume kultiviert
Einige Canna-Formen werden regional als Achira genutzt

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

32 Fragen

Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.

🌱Schnellpflege

Was ist Canna indica?

Canna indica ist eine rhizombildende Staude aus der Familie der Cannaceae. In Deutschland wird sie meist als Indisches Blumenrohr, Beet- oder Kübelpflanze kultiviert und ist keine echte Lilie.

Wie hoch wird Canna indica?

Im deutschen Gartenbau werden je nach Sorte meist etwa 1–2,5 m Höhe erreicht. Zwergsorten bleiben deutlich niedriger, während einzelne kräftige Formen größer werden können.

🌤️Umgebung und Standort

Welchen Standort braucht das Indische Blumenrohr?

Ideal ist ein warmer, sonniger und windgeschützter Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne. Halbschatten wird toleriert, kann aber die Blütenzahl und Standfestigkeit verringern.

Kann Canna indica im Kübel wachsen?

Ja, das Indische Blumenrohr eignet sich sehr gut für große Kübel mit Abzugslöchern. Verwenden Sie nährstoffreiche, gut drainierte Erde und wählen Sie ein ausreichend schweres Gefäß, damit die Pflanze nicht umkippt.

Kann Canna indica draußen überwintern?

In geschützten Weinbau- und Niederrheinlagen kann eine dicke Mulchschicht aus Laub, Kompost und Reisig ausreichend sein, wenn kein strenger Dauerfrost folgt. Für die meisten deutschen Gärten ist die frostfreie Lagerung jedoch zuverlässiger.

Ist Canna indica für den Teichrand geeignet?

Ja, ein feuchter Teichrand ist geeignet, wenn der Standort sonnig ist und das Rhizomsubstrat nicht dauerhaft unter Wasser steht. Für dauerhaft nasse oder winterlich kalte Böden ist eine Kübelkultur sicherer.

Wie viel Wind verträgt Canna indica?

Die kräftigen Stängel sind relativ robust, aber die großen Blätter können bei starkem Wind einreißen und verdunsten viel Wasser. Ein geschützter Platz an einer Hauswand oder in einer windarmen Rabatte ist deshalb vorteilhaft.

💧Pflege und Probleme

Wie oft muss ich Canna indica gießen?

Während des Wachstums sollte die Erde gleichmäßig feucht bleiben. Gießen Sie gründlich, sobald die Oberfläche leicht abgetrocknet ist, vermeiden Sie aber dauerhaft stehendes Wasser.

Wie wird Indisches Blumenrohr gedüngt?

Nach dem Austrieb können Sie Kompost und einen ausgewogenen Langzeitdünger geben. Kübelpflanzen profitieren während des Wachstums zusätzlich von einer schwach dosierten Flüssigdüngung etwa alle drei bis vier Wochen.

Warum blüht meine Canna nicht?

Häufige Ursachen sind zu wenig Sonne, Kälte, Trockenheit, überfüllte Rhizome oder eine Überdüngung mit Stickstoff. Stellen Sie die Pflanze heller, halten Sie sie gleichmäßig feucht und teilen Sie stark verdichtete Horste im Frühjahr.

Soll man verblühte Canna-Blüten abschneiden?

Ja, verblühte Blütenstände können direkt entfernt werden, damit die Pflanze gepflegt aussieht und ihre Kraft in neue Blüten und Rhizome investiert. Bei gewünschter Samenernte lassen Sie einzelne Kapseln ausreifen.

Welche Schädlinge können Canna indica befallen?

Möglich sind Blattläuse, Thripse, Spinnmilben und Raupen, besonders Blattwickler. Kontrollieren Sie Blattunterseiten und eingerollte Blätter regelmäßig und verwenden Sie Pflanzenschutzmittel nur nach deutscher Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung.

Warum werden die Blätter gelb?

Gelbe Blätter können durch natürliche Alterung, Staunässe, Nährstoffmangel, Trockenheit oder Kältestress entstehen. Prüfen Sie zuerst die Bodenfeuchte und den Wasserabzug und entfernen Sie nur vollständig abgestorbene Blätter.

Wann schneidet man Indisches Blumenrohr zurück?

Verblühte Blütenstände können laufend entfernt werden. Das abgestorbene Laub wird nach dem ersten stärkeren Frost zurückgeschnitten, bevor die Rhizome zur Überwinterung ausgegraben werden.

Wie oft muss Canna indica umgetopft werden?

Kübelpflanzen können im Frühjahr jährlich in frisches Substrat gesetzt werden. Bei starkem Rhizomwachstum genügt alternativ ein Umtopfen oder Teilen, sobald der Topf deutlich durchwurzelt ist.

🪴Pflanzen und Umtopfen

Wann pflanzt man Indisches Blumenrohr in Deutschland?

Rhizome und vorgezogene Pflanzen kommen nach den Eisheiligen ins Freie, wenn keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Das entspricht meist der zweiten Maihälfte, kann regional aber abweichen.

Wie tief werden Canna-Rhizome gepflanzt?

Setzen Sie die Rhizome etwa 10–15 cm tief mit den Austriebsaugen nach oben. Anschließend gründlich angießen und den Boden gleichmäßig feucht halten.

Welcher Boden ist für Canna indica geeignet?

Am besten wächst die Pflanze in humoser, nährstoffreicher und gut drainierter Erde. Schwere Böden sollten mit Kompost und gegebenenfalls grobem Material verbessert werden, damit keine Staunässe entsteht.

Kann man Canna indica vorziehen?

Ja, Rhizome können ab März oder April in Töpfen hell und warm vorgetrieben werden. Nach den Eisheiligen werden die Pflanzen schrittweise an die Sonne gewöhnt und ins Freie gesetzt.

✂️Vermehrung und Schnitt

Wie vermehrt man Canna indica?

Am einfachsten wird das Indische Blumenrohr durch Teilung der Rhizome vermehrt. Jedes Teilstück sollte ein gesundes Austriebsauge und möglichst einige Wurzeln besitzen.

Wann teilt man Canna-Rhizome?

Teilen Sie die Rhizome im zeitigen Frühjahr beim Austriebsbeginn oder während des Einräumens beziehungsweise Ausräumens. Zu diesem Zeitpunkt sind die Austriebsaugen gut erkennbar und die Pflanze regeneriert sich schnell.

Kann man Canna indica aus Samen ziehen?

Ja, die harten Samen können ausgesät werden. Die Samenschale sollte vorsichtig angeraut und der Samen anschließend eingeweicht werden; Sämlinge wachsen langsamer und sind bei Sorten nicht immer sortenecht.

Wie überwintert man Indisches Blumenrohr im Keller?

Nach dem ersten stärkeren Frost die Triebe auf etwa 5–10 cm zurückschneiden und die Rhizome ausgraben. Nach kurzem Abtrocknen lagern sie bei etwa 5–10 °C frostfrei, dunkel und luftig in einer Kiste mit trockenem oder nur leicht feuchtem Sand, Torf oder ähnlichem Material.

Muss Canna indica im Herbst ausgegraben werden?

In den meisten Regionen Deutschlands ist das empfehlenswert, weil die Rhizome Frost nicht sicher überstehen. Nur in sehr milden Lagen kann ein Versuch mit tiefer Pflanzung und starker Mulchabdeckung gelingen; das bleibt witterungsabhängig.

⚠️Giftigkeit und Sicherheit

Ist Canna indica giftig für Hunde und Katzen?

Canna indica wird in gängigen Haustierdatenbanken als nicht giftig für Hunde und Katzen geführt. Große Mengen können trotzdem Magen-Darm-Beschwerden verursachen, und mit Pflanzenschutzmitteln behandelte Pflanzen stellen ein zusätzliches Risiko dar.

Ist Indisches Blumenrohr eine echte Lilie?

Nein. Canna indica gehört zu den Cannaceae und nicht zur Lilienfamilie; sie ist daher nicht mit dem bekannten schweren Lilienvergiftungssyndrom bei Katzen gleichzusetzen.

Kann man Canna indica essen?

Einige Canna-Formen werden regional als Achira oder essbare Canna genutzt. Handelsübliche Zierpflanzen sollten wegen unsicherer Sortenidentität, möglicher Pflanzenschutzmittel und fehlender Zubereitungskenntnis nicht verzehrt werden.

Ist Canna indica invasiv in Deutschland?

Für Deutschland ist Canna indica keine allgemein etablierte invasive Problemart. Einzelne Pflanzen können in geeigneten warmen Lagen verwildern, doch die Art sollte nicht absichtlich in naturnahe Lebensräume ausgebracht werden.

Verursacht Canna indica Allergien?

Die Blüten werden überwiegend durch Tiere bestäubt, daher ist die Belastung durch windverbreiteten Pollen voraussichtlich gering. Eine allergische Reaktion auf Blütenstaub oder Pflanzenkontakt kann dennoch nicht ausgeschlossen werden.

🌸Blüte und Besonderheiten

Wann blüht Canna indica in Deutschland?

Die Hauptblüte liegt meist zwischen Juli und September, bei vorgezogenen Pflanzen und warmem Wetter teils schon ab Juni. In geschützten, frostfreien Lagen kann die Blüte bis in den Oktober reichen.

Welche Blütenfarben hat das Indische Blumenrohr?

Je nach Art, Sorte oder Hybride kommen rote, orangefarbene, gelbe, rosafarbene, cremefarbene und mehrfarbige Blüten vor. Die Blütenfarbe allein ist deshalb kein sicheres Merkmal zur Bestimmung von Canna indica.

Duftet Canna indica?

Die Blüten des Indischen Blumenrohrs sind im Allgemeinen nicht oder kaum wahrnehmbar duftend. Der Zierwert beruht vor allem auf dem großen Laub, der aufrechten Wuchsform und den leuchtenden Blüten.

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Nachvollziehbarkeit

Quellen und Datenzuverlässigkeit

88 % insgesamt; Angaben zu Sortengröße, Winterhärte, Pollen und Giftigkeit werden in Quellen teilweise für die weitere Canna-Gruppe statt ausschließlich für Canna indica gemacht.