Canna glauca Kurzvorstellung
Canna glauca wird in Deutschland meist als Canna glauca geführt und ist ein auffälliges Blumenrohr für sonnige Teichränder, Sumpfbeete, Regengärten und große Pflanzgefäße. Die Art bildet aufrechte Horste mit schmalen, blaugrünen Blättern und hellgelben Blüten im Sommer. Sie benötigt Wärme, reichlich Feuchtigkeit und einen geschützten Standort. In den meisten Regionen Deutschlands sollten die Rhizome vor starkem Frost ausgegraben und kühl, trocken und frostfrei gelagert werden.
Taxonomische Einordnung
Canna glauca – Pflege
Licht und Standort
Für die reichste Blüte möglichst sonnig mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne täglich pflanzen. Heller Halbschatten wird toleriert, führt aber oft zu weniger Blüten. In Kübeln können trocknender Wind und reflektierte Hitze die Blätter schädigen.
Gießen und Luftfeuchtigkeit
Während des Wachstums gleichmäßig feucht halten und durchdringend gießen, sobald die Oberfläche leicht abtrocknet. Kübelpflanzen benötigen besonders regelmäßige Wassergaben. In flachem Wasser die Pflanze langsam eingewöhnen; gelagerte Rhizome dagegen nur leicht trocken halten.
Boden und Substrat
Nährstoffreicher, gleichmäßig feuchter Boden mit ausreichender Sauerstoffversorgung an den Rhizomen. Lehm, sandiger Lehm, humoser Boden oder geeigneter Teichschlamm sind möglich. Dauerhaft fauliger, sauerstoffarmer Boden begünstigt Rhizomfäule.
Düngung
Im Frühjahr Kompost oder einen ausgewogenen Langzeitdünger ausbringen. Bei kräftigem Sommerwachstum und blassem Laub kann sparsam nachgedüngt werden. Nicht in trockenem, frisch verpflanztem, ruhendem oder völlig sauerstoffarmem Substrat düngen.
Wachstum und Wuchsform
Die Staude bildet über Rhizome ausbreitende Horste und treibt bei warmem Wetter neue Stängel. Wärme, nährstoffreicher Boden und gleichmäßige Feuchtigkeit fördern den Zuwachs. Ausputzen verlängert die Blüte; nach dem Frost wird die Pflanze zurückgeschnitten.
Pflanzen und Umtopfen
Rhizome nach den letzten Spätfrösten, in Deutschland meist ab Mitte Mai, ins Freiland setzen. Die Austriebspunkte zeigen nach oben; etwa 10 bis 12 cm Erde über dem Rhizom sind ausreichend. Für eine dichte Pflanzung etwa 30 cm Abstand einhalten. Vor dem Einsetzen in flaches Wasser zunächst im feuchten Boden etablieren.
Im Frühjahr beim Austrieb in einen großen, standfesten Topf mit humoser, feuchtigkeitsspeichernder Erde umtopfen. Dabei können zu dicht stehende Rhizome geteilt werden. Wasserpflanzen langsam an flache Wasserstände gewöhnen.
Vermehrung und Schnitt
Vermehrung
Am zuverlässigsten durch Teilung der Rhizome im Frühjahr. Jedes Teilstück benötigt mindestens einen gesunden Austriebspunkt. Aussaat ist möglich, kann wegen der harten Samenschale aber langsam und ungleichmäßig verlaufen.
Schnitt
Verblühte Blütenstände während des Sommers entfernen. Nach dem ersten stärkeren Frost das abgestorbene Laub bodennah zurückschneiden. In frostfreien Innenräumen nur beschädigte oder alte Triebe entfernen.
Überwinterung
Nach dem ersten Frost die oberirdischen Triebe abschneiden und die Rhizome vor dauerhaftem Frost ausgraben. In leicht feuchtem Torfersatz, Vermiculit oder trockenem Substrat bei etwa 7 bis 10 °C dunkel, kühl und frostfrei lagern. Im Frühjahr nach den letzten Spätfrösten wieder pflanzen.
Verwendung
Geeignet für sonnige Teichränder, Sumpf- und Regengärten, feuchte Beete sowie große Kübel. Im Wasser nur sehr flach und schrittweise einsetzen. Nicht ohne separate Nachweise als essbare oder heilkundliche Pflanze empfehlen.
Erscheinungsbild
Aufrechte Stängel tragen schmale, scheidenartig umfassende Blätter mit blaugrüner, leicht bereifter Oberfläche. Die endständigen hellgelben Blüten werden später gelegentlich von rundlichen grünen Samenkapseln gefolgt. Unterirdische Rhizome bilden einen architektonisch wirkenden Horst.
Blüte
An den Triebspitzen erscheinen lockere Blütenstände mit hellgelben, asymmetrischen Blüten. Bei Wärme, gleichmäßiger Feuchtigkeit und ausreichend Licht kann die Blüte von Juni bis September anhalten. Verblühtes regelmäßig entfernen, um den Zierwert zu verlängern.
Bestäubung und Besucher
Die auffälligen Blüten können Schmetterlinge und andere Blütenbesucher anziehen. Die Blütenstruktur ist spezialisiert; für Deutschland lässt sich keine einzelne, überall wichtigste Bestäuberart angeben.
Canna glauca Fotos
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Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten
Rhizomfäule bei dauerhaft stehendem, sauerstoffarmem Wasser; gelegentlich können Asterngelb und dadurch deformierte Blüten auftreten. Gesundes Pflanzgut verwenden, Wasserbewegung und Substratstruktur verbessern und stark befallene Pflanzen entfernen.
Schädlinge
Schnecken, Raupen mit Blattrollschäden und bei warmem Wetter verschiedene Käfer können die Blätter beschädigen. In Teichnähe mechanische Maßnahmen bevorzugen und breit wirkende Insektizide vermeiden.
Zugehörige Krankheiten und Schädlinge
Hier erscheinen nur Pflanzendoktor-Profile, deren Wirtsdaten auf diese Pflanze passen.
SchädlingDrazänenthripsParthenothrips dracaenae
UmweltstressFrostschäden
SchädlingBreitmilbePolyphagotarsonemus latus (Banks)
UmweltstressWassermangel
KrankheitKräuselkrankheit an Pfirsich und NektarineTaphrina deformans
KrankheitRhizopus-Fruchtfäule (Schwarzschimmel)Rhizopus stolonifer
KrankheitRhizoctonia-Krankheit (Wurzeltöterkrankheit)Rhizoctonia solani Kühn
Giftigkeit und Pollen
Für Canna glauca ist keine verlässliche, klinisch bedeutsame Giftigkeit gegenüber Menschen oder Haustieren belegt. Die Art sollte dennoch nicht absichtlich verzehrt werden; bei größeren Mengen oder Beschwerden ärztlichen beziehungsweise tierärztlichen Rat einholen.
- Typischer Zeitraum
- Blütezeit, in Deutschland hauptsächlich Sommer
- Bestäubung / Pollen
- Überwiegend durch Blütenbesucher übertragen
Canna glauca wird nicht durch den Wind bestäubt wie Gräser oder viele Bäume. Eine starke Belastung der Außenluft durch Pollen ist daher nicht zu erwarten, doch artspezifische Allergiestudien sind selten.
Natürlicher Lebensraum
Die Art stammt aus Feuchtgebieten des tropischen und subtropischen Amerika, darunter Sümpfe, nasse Ufer und flache Gewässer. Im Garten sind feuchte, aber nicht faulig-sauerstoffarme Bedingungen wichtig.
Wissenswertes
Canna glauca wächst terrestrisch in feuchter Erde oder als Sumpfpflanze in flachem Wasser.
Die schmalen Blätter wirken blaugrün bis graugrün bereift.
Hellgelbe Blüten sitzen in endständigen, lockeren Trauben.
Die Blüten besitzen einen spezialisierten Pollenmechanismus.
Nach der Blüte können grüne, rundliche Samenkapseln entstehen.
Die Art ist eine Wirtspflanze für den Brasilianischen Skipper.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.
🌱Schnellpflege
Wie wird Canna glauca in Deutschland genannt?⌄
Im deutschen Handel wird Canna glauca meist als Wasser-Canna angeboten. Ein eindeutig etablierter eigenständiger deutscher Volksname ist nicht überall belegt.
Wie groß wird Canna glauca?⌄
Canna glauca wird unter guten Bedingungen etwa 1,2 bis 1,8 m hoch und 60 bis 90 cm breit. In Kübeln oder kühleren Sommern bleibt sie oft kleiner.
🌤️Umgebung und Standort
Kann Canna glauca in einem Gartenteich wachsen?⌄
Ja. Sie eignet sich für den sonnigen Teichrand und für sehr flaches Wasser, sollte aber schrittweise an nasse Bedingungen gewöhnt werden.
Wie viel Sonne braucht die Wasser-Canna?⌄
Am besten wächst sie in voller Sonne mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne täglich. Heller Halbschatten ist möglich, kann aber die Blütenzahl verringern.
Welche Erde braucht Canna glauca?⌄
Ideal ist nährstoffreiche, humose und dauerhaft feuchte Erde, die trotzdem etwas Luft an die Rhizome lässt. Geeignet sind auch Lehm mit organischer Substanz oder spezieller Teichschlamm.
💧Pflege und Probleme
Wie oft muss Canna glauca gegossen werden?⌄
Während der Wachstumszeit darf der Boden nie vollständig austrocknen. Kübelpflanzen müssen bei warmem Wetter häufig kontrolliert und gegossen werden.
Warum blüht meine Canna glauca nicht?⌄
Häufige Ursachen sind zu wenig Sonne, Kälte, Trockenheit oder eine zu dichte Pflanzung. Ein sonnigerer Standort, gleichmäßige Feuchtigkeit und zurückhaltende Düngung können helfen.
Soll man Wasser-Canna düngen?⌄
Im Frühjahr kann Kompost oder ein ausgewogener Langzeitdünger gegeben werden. Bei schwachem Wachstum ist im Sommer eine sparsame Nachdüngung möglich; zu viel Stickstoff fördert vor allem Blätter.
Welche Schädlinge befallen Canna glauca?⌄
Vor allem Schnecken und blattrollende Raupen können Schäden verursachen; bei warmer Witterung kommen auch Käfer infrage. An Teichen sind Absammeln und andere mechanische Maßnahmen besonders sinnvoll.
Kann Canna glauca in ständig stehendem Wasser stehen?⌄
Etablierte Pflanzen vertragen flaches stehendes Wasser. Sauerstoffarmes, fauliges Wasser oder dauerhaft nasser Winterboden kann jedoch Rhizomfäule verursachen.
Wann wird Canna glauca zurückgeschnitten?⌄
Nach dem ersten stärkeren Frost, sobald das Laub abgestorben ist, können die Triebe bodennah abgeschnitten werden. In milden Innenräumen werden nur beschädigte Pflanzenteile entfernt.
🪴Pflanzen und Umtopfen
Wann wird Canna glauca in Deutschland gepflanzt?⌄
Rhizome werden nach den letzten Spätfrösten und bei erwärmtem Boden gepflanzt, meist ab Mitte Mai. In kalten Lagen können sie vorher im Topf vorgetrieben werden.
Wie tief werden die Rhizome gepflanzt?⌄
Die Rhizome kommen etwa 10 bis 12 cm tief in die Erde. Die Austriebspunkte zeigen nach oben und werden mit lockerer Erde bedeckt.
Welchen Pflanzabstand braucht Wasser-Canna?⌄
Für eine geschlossene Pflanzung reichen etwa 30 cm Abstand. Für einzelne, klar erkennbare Horste sind 45 bis 60 cm besser.
Kann Canna glauca im Kübel wachsen?⌄
Ja, ein großer, schwerer Kübel mit feuchtigkeitsspeichernder Erde ist gut geeignet. Der Kübel darf im Sommer nicht austrocknen und sollte vor dem Winter frostfrei aufgestellt werden.
✂️Vermehrung und Schnitt
Wie vermehrt man Canna glauca?⌄
Am einfachsten wird sie im Frühjahr durch Teilung der Rhizome vermehrt. Jedes Teilstück sollte mindestens einen gesunden Austriebspunkt besitzen.
Kann man Canna glauca aussäen?⌄
Ja, die Aussaat ist möglich. Die harte Samenschale kann jedoch zu langsamer und ungleichmäßiger Keimung führen, weshalb die Rhizomteilung meist zuverlässiger ist.
Wann wird die Wasser-Canna geteilt?⌄
Am günstigsten ist die Teilung im Frühjahr beim Austrieb. Dann sind die Austriebspunkte gut erkennbar und die Pflanzen wachsen schnell wieder an.
Soll man die Blüten von Canna glauca ausputzen?⌄
Ja, verblühte Blütenstände können entfernt werden, damit die Pflanze ordentlicher aussieht und häufig länger blüht. Unerwünschte Samenkapseln sollten ebenfalls abgeschnitten werden.
⚠️Giftigkeit und Sicherheit
Ist Canna glauca giftig für Menschen oder Haustiere?⌄
Für diese exakte Art ist keine erhebliche Giftigkeit zuverlässig belegt, die Datenlage ist aber begrenzt. Pflanzenteile sollten trotzdem nicht absichtlich gegessen werden; bei Beschwerden bitte ärztlichen oder tierärztlichen Rat einholen.
Ist Canna glauca für einen Gartenteich geeignet?⌄
Ja, sie wird für flache Teichränder und Sumpfbereiche verwendet. Dünger und Pflanzenschutzmittel sollten dabei nicht ins Wasser gelangen.
Ist Canna glauca invasiv in Deutschland?⌄
Für eine etablierte invasive Ausbreitung von Canna glauca in Deutschland gibt es keinen belastbaren Hinweis. Wegen der fehlenden Winterhärte ist eine dauerhafte Verwilderung hier zudem wenig wahrscheinlich; Entsorgungsregeln für Pflanzenreste sollten dennoch beachtet werden.
🌸Blüte und Besonderheiten
Wann blüht Canna glauca in Deutschland?⌄
Bei einem warmen, sonnigen Standort blüht sie meist von Juni bis September. Ein kühler Sommer oder zu wenig Licht kann den Beginn und die Dauer der Blüte verkürzen.
Welche Blütenfarbe hat die Wasser-Canna?⌄
Die Blüten sind typischerweise hellgelb bis gelb und stehen in lockeren endständigen Blütenständen.
Zieht Canna glauca Bestäuber an?⌄
Die Blüten können Schmetterlinge und andere Blütenbesucher anziehen. Für Deutschland ist jedoch keine einzelne, artspezifisch wichtigste Bestäuberart sicher festzulegen.
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