Canna ‘Erebus’ Kurzvorstellung
Canna 'Erebus' ist ein seltenes, aufrecht wachsendes Wasser-Blumenrohr aus dem Züchtungsprogramm von Longwood Gardens. Die Sorte bildet kräftige Horste mit großen, graugrünen Blättern und offenen, zart lachsrosa Blüten. In Deutschland eignet sie sich für sonnige Teichränder, Sumpfbeete, Regentonnen- und Kübelgärten mit dauerhaft feuchtem Substrat. Da die Rhizome nicht zuverlässig frosthart sind, werden sie im Herbst frostfrei überwintert.
Taxonomische Einordnung
Canna ‘Erebus’ – Pflege
Licht und Standort
Mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich geben, möglichst an einen hellen Süd- oder Weststandort. Sonnige Teichränder, offene Sumpfbeete und geschützte Terrassen sind geeignet. Bei zu wenig Licht werden die Triebe lang und instabil und die Blüte fällt schwächer aus. Heiße Nachmittagssonne wird vertragen, wenn die Wurzeln nie austrocknen.
Gießen und Luftfeuchtigkeit
Vom Pflanzen bis zum Ende der Blüte gleichmäßig feucht bis nass halten. Kübelpflanzen dürfen niemals vollständig austrocknen. Am Teichrand kann der Topf so stehen, dass das Wasser den Wurzelbereich flach überdeckt; Krone und Austrieb dürfen nicht dauerhaft unter Wasser stehen. Nach dem Einziehen im Herbst deutlich weniger gießen.
Boden und Substrat
Nährstoffreiche, lehmige Erde verwenden, die dauerhaft feucht bis nass bleibt. Am Teichrand darf das Substrat gesättigt sein; in einem nicht dauerhaft überstauten Beet sollte es dennoch ausreichend luftdurchlässig sein. Canna 'Erebus' toleriert saure, neutrale und alkalische Böden, sofern Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung stimmen.
Düngung
Im Frühjahr düngen, sobald der Austrieb beginnt. Danach alle zwei bis drei Wochen schwach mit einem ausgewogenen Flüssigdünger versorgen oder einen geeigneten Langzeitdünger verwenden. Kompost oder gut verrotteter organischer Dünger verbessert nährstoffarme Erde. In Teichnähe sparsam düngen, damit keine Nährstoffe ins Wasser gelangen.
Wachstum und Wuchsform
Aufrecht wachsender, horstbildender Rhizomgeophyt mit kräftigem saisonalem Wachstum. Bei Wärme und gleichmäßiger Feuchtigkeit wächst Canna 'Erebus' zügig. Nach einer Teilung kann der Aufbau eines kräftigen Horstes zunächst etwas Zeit benötigen. Überfüllte Kübel im Frühjahr teilen.
Pflanzen und Umtopfen
Rhizome nach den letzten Frösten und bei erwärmtem Boden pflanzen. Waagerecht etwa 8–10 cm tief legen, die Austriebsaugen nach oben richten und anschließend gleichmäßig feucht halten. Am Teichrand am besten in einen Pflanzkorb oder stabilen Kübel setzen, damit sich die Pflanze kontrolliert teilen und im Herbst herausnehmen lässt.
Im zeitigen Frühjahr umtopfen oder Rhizome teilen, sobald die Augen sichtbar werden. Für Kübel einen breiten, schweren Topf mit nährstoffreicher, feuchtigkeitsspeichernder Erde wählen. Bei Wasserhaltung den Topf zunächst nur feucht stellen und erst mit zunehmendem Austrieb schrittweise in flaches Wasser absenken.
Vermehrung und Schnitt
Vermehrung
Durch Teilung der Rhizome im zeitigen Frühjahr vermehren. Jedes Teilstück sollte mindestens ein gesundes Austriebsauge besitzen. Aussaat ist möglich, erhält die Sorteneigenschaften jedoch nicht zuverlässig; für sortenechte Pflanzen ist die Rhizomteilung vorzuziehen.
Schnitt
Verblühte Blütenstände regelmäßig entfernen. Nach dem ersten stärkeren Frost das geschädigte Laub zurückschneiden, sobald es gelb oder schwarz geworden ist. Nicht zu früh zurückschneiden, solange die Blätter noch gesund sind, da das Rhizom dann weiterhin Reserven einlagert.
Überwinterung
Vor den ersten stärkeren Frösten Kübelpflanzen in ein frostfreies Gewächshaus, einen hellen Keller, Wintergarten oder kühlen Lagerraum stellen. Alternativ die Rhizome nach dem Einziehen des Laubs ausgraben, kurz abtrocknen lassen und in einer Kiste mit kaum feuchtem Sand, Torfersatz oder trockenem lockeren Substrat bei etwa 5–10 °C dunkel und frostfrei lagern. Regelmäßig auf Fäulnis und starkes Austrocknen kontrollieren. In sehr milden deutschen Weinbau- oder Niederrheinlagen kann eine dicke, trockene Mulchabdeckung funktionieren, ist bei dieser wasserliebenden Sorte aber nicht zuverlässig.
Verwendung
Als auffälligen Akzent am Teichrand, im Sumpfbeet, Regengarten, Wasserpflanzenkübel oder sehr feuchten Staudenbeet einsetzen. Das große Laub erzeugt eine tropisch wirkende, architektonische Struktur; die Blüten bringen von Hochsommer bis Frühherbst warme Farbe. Nicht als Nutz-, Heil- oder essbare Pflanze verwenden, sofern keine separate fachkundige Bestimmung und Sicherheitsbewertung vorliegt.
Erscheinungsbild
Die Sorte bildet einen aufrechten Horst aus kräftigen Stängeln mit großen, lanzettlichen bis paddelförmigen graugrünen Blättern. Das Laub erinnert an ein schlankeres Bananengewächs. Die blass lachsrosa Blütenstände stehen über dem Laub und verleihen der Pflanze am Wasser eine klare architektonische Wirkung.
Bestäubung und Besucher
Canna-Blüten werden von verschiedenen Insekten besucht; für verwandte Wasser-Canna wurden außerdem Schmetterlinge, Nachtfalter und Kolibris als Besucher beschrieben. Für die exakt benannte Sorte Canna 'Erebus' ist die Datenlage begrenzter. Die Bestäubungsleistung und Besucherhäufigkeit werden deshalb vorsichtig als mittel eingestuft.
Canna 'Erebus' Fotos
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Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten
Canna-Viren können mosaikartige Muster, gelbe Streifen, verformte Blätter und nachlassende Wuchskraft verursachen. Befallene Pflanzen besitzen keine verlässlich wirksame Behandlung und sollten entfernt werden. Werkzeuge desinfizieren und verdächtige Rhizome nicht weiter vermehren. Fäulnis tritt besonders bei kaltem, stehendem Wasser oder schlecht belüfteten Gefäßen auf.
Schädlinge
Auf Schnecken, Raupen, Blattläuse und Spinnmilben achten. Besonders junge Blätter regelmäßig kontrollieren. Schnecken und Raupen möglichst absammeln; bei notwendiger Behandlung nur für Zierpflanzen zugelassene Mittel gemäß deutschem Etikett anwenden. In Teichnähe keine Mittel einsetzen, die Wasserorganismen gefährden könnten.
Zugehörige Krankheiten und Schädlinge
Hier erscheinen nur Pflanzendoktor-Profile, deren Wirtsdaten auf diese Pflanze passen.
SchädlingDrazänenthripsParthenothrips dracaenae
UmweltstressFrostschäden
KrankheitDTR-Blattdürre (Gelbe Blattfleckenkrankheit)Pyrenophora tritici-repentis (Anamorphe: Drechslera tritici-repentis)
SchädlingMittelmeerfruchtfliegeCeratitis capitata (Wiedemann)
UmweltstressWassermangel
SchädlingGemeine SpinnmilbeTetranychus urticae Koch
KrankheitBlattrandvergilbung der ErdbeereStrawberry mild yellow edge virus
KrankheitRhynchosporium-BlattfleckenkrankheitRhynchosporium commune
Giftigkeit und Pollen
Canna-Arten werden für Hunde und Katzen allgemein als nicht giftig geführt. Für Canna 'Erebus' liegen jedoch keine umfassenden, sortenspezifischen Humanverträglichkeitsdaten vor. Pflanzenteile sollten nicht absichtlich verzehrt werden; größere Mengen können ebenso wie viele Pflanzen Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Bei Beschwerden nach dem Verzehr ärztlichen oder tierärztlichen Rat einholen.
- Typischer Zeitraum
- Während der Blüte, überwiegend im Sommer und Frühherbst
- Bestäubung / Pollen
- Überwiegend tierübertragener Pollen; nicht typisch windbestäubt
Der Pollen wird überwiegend durch Tiere übertragen und gilt nicht als typisch windverbreitet. Canna 'Erebus' ist daher wahrscheinlich keine bedeutende Quelle für luftgetragenen Pollen. Eine individuelle Empfindlichkeit gegenüber Blüten oder Pflanzensaft kann dennoch nicht ausgeschlossen werden.
Natürlicher Lebensraum
Canna 'Erebus' ist eine gärtnerische Züchtung und keine in Deutschland heimische Wildpflanze. Die Kulturansprüche orientieren sich an wasserliebenden Canna-Verwandten aus warmen, feuchten Lebensräumen: nährstoffreiche Nassböden, Teichränder, Sumpfbereiche und flaches Wasser. In Deutschland sollte die Sorte nicht in natürliche Gewässer ausgebracht werden.
Wissenswertes
Canna 'Erebus' gehört zu den aquatischen Canna-Sorten aus dem Longwood-Züchtungsprogramm.
Die Sorte wurde für feuchte Standorte und flaches Wasser ausgewählt.
Ihre Blüten sind blass lachsrosa statt kräftig rot oder orange.
Das graugrüne Laub bildet einen auffälligen Kontrast zu den warmen Blütenfarben.
Die Sorte kann im Beet, im Sumpfbereich oder im Wasserpflanzenkübel wachsen.
In Deutschland wird sie meist als sommergrüne Kübel- oder Teichrandpflanze kultiviert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.
🌱Schnellpflege
Was ist Canna 'Erebus'?⌄
Canna 'Erebus' ist eine wasserliebende Canna-Sorte mit großen graugrünen Blättern und blass lachsrosa Blüten. Sie wächst horstbildend und eignet sich für sonnige, dauerhaft feuchte Standorte.
Wie hoch wird Canna 'Erebus' in Deutschland?⌄
Unter günstigen Bedingungen erreicht Canna 'Erebus' meist etwa 1,2 bis 1,8 m Höhe. In kühlen Sommern, kleinen Kübeln oder bei später Pflanzung bleibt sie oft niedriger.
🌤️Umgebung und Standort
Kann Canna 'Erebus' im Teich wachsen?⌄
Ja. Am sichersten steht sie in einem Pflanzkorb oder Kübel am Teichrand beziehungsweise in flachem Wasser. Krone und Austriebsaugen sollten oberhalb der Wasserlinie bleiben; nur der Wurzelbereich darf flach überstaut sein.
Welchen Standort braucht Canna 'Erebus'?⌄
Die Sorte braucht volle Sonne mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne täglich. Ein sonniger Teichrand, ein Sumpfbeet oder ein sehr feuchtes Staudenbeet ist in Deutschland geeignet.
Welche Erde eignet sich für Canna 'Erebus'?⌄
Geeignet ist nährstoffreiche, lehmige und feuchtigkeitsspeichernde Erde. Sie darf am Teichrand nass sein, sollte in einem normalen Beet aber nicht dauerhaft sauerstoffarm und stagnierend bleiben.
💧Pflege und Probleme
Wie oft muss Canna 'Erebus' gegossen werden?⌄
Die Erde sollte vom Austrieb bis zur Blüte gleichmäßig feucht bis nass bleiben. Kübelpflanzen müssen bei warmem Wetter häufig kontrolliert werden und dürfen nicht austrocknen.
Welchen Dünger braucht Canna 'Erebus'?⌄
Im Frühjahr und während des aktiven Wachstums eignet sich ein ausgewogener Langzeit- oder Flüssigdünger. In unmittelbarer Teichnähe sparsam düngen, damit überschüssige Nährstoffe nicht ins Wasser gelangen.
Warum blüht Canna 'Erebus' nicht?⌄
Häufige Ursachen sind zu wenig Sonne, ein später Start, Kälte, Trockenheit oder Nährstoffmangel. Ein warmer, vollsonniger Standort mit gleichmäßiger Feuchtigkeit fördert die Blüte.
Welche Schädlinge können Canna 'Erebus' befallen?⌄
Möglich sind Schnecken, Raupen, Blattläuse und Spinnmilben. Blätter und Blattunterseiten regelmäßig kontrollieren und in Teichnähe nur Maßnahmen einsetzen, die für Wasserorganismen unbedenklich und zugelassen sind.
Was bedeuten gelbe Streifen oder Mosaikmuster auf den Blättern?⌄
Gelbe Streifen, mosaikartige Zeichnungen und verformte Blätter können auf ein Canna-Virus hindeuten. Verdächtige Pflanzen isolieren, Werkzeuge desinfizieren und erkrankte Exemplare nicht weiter vermehren.
🪴Pflanzen und Umtopfen
Wann wird Canna 'Erebus' in Deutschland gepflanzt?⌄
Rhizome werden im Frühjahr nach den letzten Frösten gepflanzt, sobald sich der Boden erwärmt hat. In kühlen Regionen können sie ab März oder April geschützt vorgetrieben und später abgehärtet werden.
Wie tief werden die Rhizome gepflanzt?⌄
Die Rhizome etwa 8 bis 10 cm tief und waagerecht legen, mit den Austriebsaugen nach oben. Anschließend die Erde gleichmäßig feucht halten.
Kann Canna 'Erebus' im Kübel kultiviert werden?⌄
Ja, ein großer und schwerer Kübel ist sogar praktisch, weil er die Kontrolle von Wasserstand und Überwinterung erleichtert. Für einen einzelnen Horst sollte der Behälter breit genug sein und sicher stehen.
Wie viel Wasser darf über den Wurzeln stehen?⌄
Bei Teichkultur kann der Wurzelbereich flach überstaut werden. Die Krone und die jungen Austriebe dürfen jedoch nicht dauerhaft unter Wasser stehen, da dies Fäulnis fördern kann.
✂️Vermehrung und Schnitt
Wie wird Canna 'Erebus' vermehrt?⌄
Am zuverlässigsten wird sie im zeitigen Frühjahr durch Teilung der Rhizome vermehrt. Jedes Teilstück sollte mindestens ein gesundes Austriebsauge besitzen.
Wann wird Canna 'Erebus' geteilt?⌄
Die beste Zeit ist das zeitige Frühjahr, wenn die Austriebsaugen sichtbar werden und das neue Wachstum beginnt. Beschädigte Schnittstellen kurz abtrocknen lassen und die Teilstücke anschließend flach pflanzen.
Soll Canna 'Erebus' im Herbst zurückgeschnitten werden?⌄
Ja, aber erst nach dem ersten stärkeren Frost oder wenn das Laub deutlich gelb beziehungsweise schwarz geworden ist. Das Einlagern der Rhizome sollte erfolgen, bevor anhaltender Frost einsetzt.
Wie werden die Rhizome überwintert?⌄
Rhizome nach dem Einziehen oder Frostschaden ausgraben, kurz abtrocknen lassen und frostfrei bei etwa 5–10 °C lagern. Eine Kiste mit kaum feuchtem Sand oder lockerem Torfersatz schützt vor starkem Austrocknen; regelmäßig auf Fäulnis kontrollieren.
⚠️Giftigkeit und Sicherheit
Ist Canna 'Erebus' giftig für Hunde und Katzen?⌄
Canna wird allgemein als nicht giftig für Hunde und Katzen eingestuft. Trotzdem sollten Haustiere die Pflanze nicht fressen, da größere Mengen Magen-Darm-Beschwerden verursachen können und Pflanzenschutzmittel ein zusätzliches Risiko darstellen.
Ist Canna 'Erebus' für Kinder essbar?⌄
Nein, Canna 'Erebus' sollte nicht als essbare Pflanze behandelt werden. Für diese konkrete Sorte fehlen umfassende Daten zur menschlichen Verträglichkeit; Kinder sollten Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen.
Ist Canna 'Erebus' eine invasive Pflanze in Deutschland?⌄
Für Canna 'Erebus' ist in Deutschland kein etabliertes invasives Verhalten bekannt. Dennoch sollte die gärtnerische Sorte nicht in natürliche Gewässer oder geschützte Feuchtgebiete ausgebracht werden; Kübel und Pflanzkörbe erleichtern die Kontrolle.
🌸Blüte und Besonderheiten
Wann blüht Canna 'Erebus' in Deutschland?⌄
Bei früher Anzucht und warmem Wetter blüht sie meist ab Juli oder August bis in den September. Nach einer späten Freilandpflanzung kann sich der Blühbeginn bis in den Spätsommer verschieben.
Welche Blütenfarbe hat Canna 'Erebus'?⌄
Die Blüten sind blass lachsrosa bis zart korallenrosa. Sie stehen in lockeren Blütenständen über dem graugrünen Laub.
Fördert Ausputzen die Blüte?⌄
Das Entfernen verblühter Blütenstände hält die Pflanze ordentlich und kann den weiteren Blütenaufbau unterstützen. Fertige Blütenstiele bis zu ihrer Basis oder zu einem gesunden Knoten zurückschneiden.
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