Chinesische Prachtspiere 'Pumila' (Astilbe chinensis 'Pumila') – PflanzenfotoQuelle: Wikimedia CommonsRadomilCC BY-SA 3.0

Chinesische Prachtspiere ‘Pumila’ (Astilbe chinensis ‘Pumila’)

Astilbe chinensis 'Pumila'
Frischer bis feuchter Gehölzrand, halbschattiges Beet, schattiger Weg, Rand eines Gartenteichs oder feuchter Nord- und Ostbereich. Morgensonne ist meist gut verträglich; pralle Mittagssonne sollte besonders auf trockenen Böden vermieden werden. Ja

Chinesische Prachtspiere ‘Pumila’ (Astilbe chinensis ‘Pumila’) Kurzvorstellung

Astilbe chinensis 'Pumila' ist eine besonders niedrig wachsende Chinesische Prachtspiere, die mit ihren fein gefiederten, dunkelgrünen Blättern dichte kleine Horste und mit der Zeit flache Teppiche bildet. Von August bis September erscheinen zahlreiche lilafarbene bis violettrosa Blütenrispen. Die pflegeleichte, in Deutschland winterharte Staude eignet sich für Gehölzränder, schattige Beete, feuchte Böden und bepflanzte Gefäße.

Systematik

Taxonomische Einordnung

PflanzenfamilieSaxifragaceae
GattungAstilbe
PflanzengruppePrachtspieren
PflanzentypSommergrüne, krautige Staude
HerkunftGartenbauliche Auslese aus dem ostasiatischen Astilbe-chinensis-Formenkreis
Akzeptierter wissenschaftlicher NameAstilbe chinensis 'Pumila'
Schnellüberblick

Chinesische Prachtspiere ‘Pumila’ (Astilbe chinensis ‘Pumila’) – Pflege

Wichtigste Ansprüche
LichtbedarfHalbschatten bis lichter Schatten
WasserbedarfRegelmäßig; die Erde nicht austrocknen lassen
WinterhärteWinterhart im Freiland; in rauen Lagen leichter Schutz möglich
BodenFrischer bis feuchter, humoser Lehm oder lehmiger Humusboden
Größe20–30 cm × 25–40 cm
BlüteAugust–September
LuftfeuchtigkeitNormale Außenluftfeuchte genügt; gleichmäßige Bodenfeuchte ist wichtiger
Boden-pHSchwach sauer bis schwach alkalisch; neutral bis leicht sauer günstig
NährstoffbedarfKompost oder ausgewogener Langzeitdünger
MindesttemperaturEtwa −23 °C bei etablierter Pflanze
USDA-ZoneEtwa USDA 5–8; in Deutschland meist winterhart
WachstumsgeschwindigkeitMittel; breitet sich allmählich aus

Licht und Standort

Halbschatten bis lichter Schatten mit hellem Morgenlicht oder gefilterter Sonne ist ideal. An dauerhaft feuchten, kühlen Standorten wird auch mehr Sonne vertragen. Heiße Mittagssonne in Verbindung mit trockenem Boden kann zu Blattverbrennungen führen.

Gießen und Luftfeuchtigkeit

Tiefgründig gießen, sobald die obere Erdschicht abzutrocknen beginnt. Den Wurzelbereich gleichmäßig feucht halten und bei Hitze, Wind sowie in der Anwachsphase häufiger kontrollieren. Eine organische Mulchschicht reduziert die Verdunstung; die Krone frei lassen.

Boden und Substrat

Ideal ist ein humoser, nährstoffreicher, lehmiger Boden, der frisch bis feucht bleibt, aber keine dauerhafte Staunässe aufweist. Verdichtete Erde verbessert man am besten mit reifem Kompost. In Kübeln sollte das Substrat Feuchtigkeit speichern und überschüssiges Wasser dennoch ableiten.

Düngung

Im Frühjahr eine dünne Kompostschicht ausbringen. Bei schwachem Wuchs kann ein ausgewogener Langzeitdünger nach Packungsangabe verwendet werden. Übermäßige Stickstoffgaben vermeiden, da sie weiches Laub fördern und Trockenstress nicht ausgleichen.

Wachstum und Wuchsform

Bildet niedrige, horstige Stauden mit kurzen, langsam kriechenden Rhizomen. Unter guten Bedingungen füllt sie Flächen schneller als viele hohe Astilben, ohne als stark wuchernd zu gelten. Bei nachlassender Blüte oder einem dicht gewordenen Zentrum teilen.

Pflanzung

Pflanzen und Umtopfen

PflanzzeitFrühjahr oder Frühherbst
PflanztiefeKrone auf Bodenniveau; Knospen nur dünn bedecken
Pflanzabstand30–40 cm

Im Frühjahr oder Frühherbst pflanzen, wenn der Boden bearbeitbar und ausreichend feucht ist. Die Krone bündig mit der Erdoberfläche setzen; die Knospen nur dünn mit Erde bedecken. Nach dem Pflanzen gründlich wässern und mit Laubkompost oder feinem organischem Material mulchen.

Umtopfen

Im zeitigen Frühjahr umtopfen, sobald der Austrieb beginnt. Nur ein wenig größeres Gefäß wählen, einen Teil des Substrats erneuern und die Krone auf derselben Höhe einsetzen. Dicht durchwurzelte Pflanzen können bei dieser Gelegenheit geteilt werden.

Praktische Pflege

Vermehrung und Schnitt

Vermehrung

Am zuverlässigsten durch Teilung älterer Rhizomhorste im zeitigen Frühjahr oder Frühherbst. Teilstücke mit gesunden Knospen und Wurzeln sofort wieder einpflanzen. Aussaat ist möglich, erhält die Eigenschaften der benannten Sorte jedoch nicht zuverlässig.

Schnitt

Verblühte Rispen nach der Blüte entfernen, wenn ein aufgeräumtes Bild gewünscht ist, oder für Herbst- und Winterstruktur stehen lassen. Das Laub im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr bodennah zurückschneiden, bevor der Neuaustrieb beginnt.

Saisonale Pflege

Überwinterung

Trockene Blütenstiele können als Winterschmuck stehen bleiben. In rauen oder exponierten Lagen schützt eine etwa 5–8 cm dicke, lockere Laub- oder Kompostmulchschicht die Krone. Im Frühjahr nasse Mulchreste entfernen, damit Fäulnis vermieden wird. Kübel frostgeschützt und isoliert aufstellen.

Praktische Verwendung

Verwendung

Geeignet als niedrige Beetkante, flächiger Bodendecker für halbschattige Bereiche, Gehölzrandstaude, Begleiter an Teich- oder Bachrändern, Schattenpflanze im Kübel und Schnittstaude.

Bestimmung und Wuchsform

Erscheinungsbild

Niedrige, dichte Staude mit überwiegend grundständigen, zwei- bis dreifach gefiederten Blättern und scharf gesägten Fiederblättchen. Aufrechte Stiele tragen schmale, verzweigte Rispen mit vielen kleinen lilaviolettrosa Blüten. Das dunkle Laub bildet einen starken Kontrast zu den helleren Blütenständen.

Ökologische Beziehungen

Bestäubung und Besucher

Die dicht besetzten Blütenrispen werden von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlingen besucht. Die Aktivität konzentriert sich auf die Blütezeit im August und September. Eine einzelne besonders eng gebundene Bestäuberart ist nicht ausreichend dokumentiert.

Pflanzenschutz

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten

Bei dauerhaft nassen Kronen können Wurzel- oder Kronenfäulen auftreten. Braune Blattränder sind meist Folgen von Trockenheit, Hitze oder zu viel Sonne und nicht primär einer Krankheit. Für gleichmäßige Bodenfeuchte, gute Luftzirkulation und möglichst bodennahes Gießen sorgen.

Schädlinge

Schnecken können junges Laub anfressen; größere Probleme durch Insekten sind selten. Kaninchen und Rehe meiden die Pflanze häufig, ein vollständiger Verbissschutz ist jedoch nicht garantiert.

Sicherheit und Allergene

Giftigkeit und Pollen

GiftigkeitKeine bedeutende Giftigkeit dokumentiert

Für Astilbe chinensis 'Pumila' ist keine bedeutende Giftigkeit dokumentiert. Wie bei allen Zierpflanzen sollten Kinder und Haustiere nicht zum Verzehr ermutigt werden. Bei größeren aufgenommenen Mengen oder Beschwerden ärztlichen beziehungsweise tierärztlichen Rat einholen.

Pollen und AllergieGeringe Belastung durch luftgetragenen Pollen
Typischer Zeitraum
Sommerliche Blütezeit
Bestäubung / Pollen
Insektengetragener Pollen

Die Art wird durch Insekten bestäubt und verursacht üblicherweise keine großen, windverbreiteten Pollenwolken wie viele Gräser oder windbestäubte Bäume. Empfindliche Personen können dennoch auf Blüten oder Pflanzenmaterial reagieren.

Hunde Keine bedeutende Giftigkeit dokumentiert
Katzen Keine bedeutende Giftigkeit dokumentiert
Kinder Keine bedeutende Giftigkeit dokumentiert
Betroffene Pflanzenteile Kein bestimmter giftiger Pflanzenteil dokumentiert
Natürliche Umgebung

Natürlicher Lebensraum

Die Artengruppe stammt aus feuchten, humusreichen Wald-, Bachufer- und Bergstandorten Ostasiens. Im Garten bevorzugt die Pflanze kühle Wurzelbereiche, organische Böden und Schatten. Die Chinesische Prachtspiere verträgt etwas mehr Sonne und kurzzeitige Trockenheit als viele andere Astilben.

Gut zu wissen

Wissenswertes

Eine der kleinsten Chinesischen Prachtspieren.
Bildet mit kurzen Rhizomen flache, dichte Teppiche.
Blüht in Deutschland meist spät im Sommer.
Die Rispen bestehen aus zahlreichen winzigen Blüten.
Das fein gefiederte Laub wirkt fast farnartig.
Trockene Blütenstände können im Winter stehen bleiben.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

28 Fragen

Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.

🌱Schnellpflege

Wie wird Astilbe chinensis 'Pumila' auf Deutsch genannt?

Üblich sind Chinesische Prachtspiere 'Pumila', Teppichspiere oder Teppich-Astilbe. Im Handel findet sich auch die Bezeichnung Zwerg-Waldspiere.

Wie groß wird Astilbe chinensis 'Pumila'?

Die Staude wird meist etwa 20–30 cm hoch und 25–40 cm breit. Mit ihren kurzen Rhizomen kann sie sich langsam flächig ausbreiten.

Ist Astilbe chinensis 'Pumila' winterhart?

Ja, sie ist in Deutschland in der Regel winterhart. In sehr rauen Lagen und im ersten Standjahr schützt eine lockere Mulchschicht die Krone.

🌤️Umgebung und Standort

Welcher Standort ist für Astilbe chinensis 'Pumila' geeignet?

Ideal sind Halbschatten bis lichter Schatten sowie ein humoser, frischer bis feuchter Boden. Gehölzränder, schattige Beete und Teichränder eignen sich besonders gut.

Verträgt die Teppichspiere Sonne?

Bei ausreichend feuchtem Boden verträgt sie auch sonnigere Plätze. Heiße Mittagssonne und trockene Erde können jedoch zu braunen Blatträndern führen.

Kann Astilbe chinensis 'Pumila' im Vollschatten wachsen?

Ja, sie wächst auch im Vollschatten, blüht dort aber oft weniger reich. Heller Schatten oder etwas Morgensonne fördern die Blütenbildung.

Welchen Boden braucht die Pflanze?

Sie bevorzugt humosen, nährstoffreichen Lehm, der frisch bis feucht bleibt und dennoch gut entwässert ist. Kompost verbessert sowohl die Bodenstruktur als auch die Wasserspeicherung.

💧Pflege und Probleme

Wie oft muss Astilbe chinensis 'Pumila' gegossen werden?

Gießen Sie, sobald die obere Erdschicht abzutrocknen beginnt. Während Hitze, Wind und der Anwachsphase muss die Bodenfeuchte besonders regelmäßig kontrolliert werden.

Warum bekommt die Teppichspiere braune Blätter?

Braune, trockene Blattränder weisen meist auf Trockenheit, Hitze oder zu viel Sonne hin. Tiefgründiges Gießen, Mulchen und mehr Schatten schaffen häufig Abhilfe.

Verträgt Astilbe chinensis 'Pumila' Staunässe?

Sie liebt feuchte Erde, verträgt aber keine dauerhaft stagnierende Nässe. Der Boden sollte Wasser speichern und überschüssiges Wasser trotzdem ableiten können.

Soll man die Teppichspiere mulchen?

Ja, eine etwa 5–8 cm dicke Schicht aus Laubkompost oder anderem organischem Material hält die Bodenfeuchte gleichmäßiger. Der Mulch darf nicht direkt auf der Krone liegen.

Braucht Astilbe chinensis 'Pumila' Dünger?

Meist genügt eine Kompostgabe im Frühjahr. Bei schwachem Wuchs kann zusätzlich ein ausgewogener Langzeitdünger nach Packungsangabe verwendet werden.

Ist Astilbe chinensis 'Pumila' resistent gegen Rehe?

Sie wird von Rehen und Kaninchen häufig gemieden, ist aber nicht zuverlässig verbisssicher. Bei knappem Nahrungsangebot kann es dennoch zu Fraß kommen.

Benötigt die Teppichspiere Winterschutz?

Im Freiland ist normalerweise kein umfassender Winterschutz nötig. In rauen Lagen schützt eine lockere Laub- oder Kompostmulchschicht die Krone vor starken Temperaturschwankungen.

🪴Pflanzen und Umtopfen

Wann pflanzt man Astilbe chinensis 'Pumila' in Deutschland?

Geeignet sind das Frühjahr und der Frühherbst. Pflanzen Sie an einem frostfreien Tag und halten Sie die Erde nach dem Pflanzen gleichmäßig feucht.

Welcher Pflanzabstand ist sinnvoll?

Für eine zusammenhängende Fläche sind etwa 30–40 cm Abstand geeignet. Einzelne Horste können mit etwas mehr Abstand gepflanzt werden.

Wie tief wird die Teppichspiere gepflanzt?

Die Krone wird auf Höhe der Erdoberfläche gesetzt. Die Austriebsknospen dürfen nur dünn mit Erde bedeckt sein; zu tiefes Pflanzen kann den Austrieb verzögern.

Eignet sich Astilbe chinensis 'Pumila' für Kübel?

Ja, sofern der Kübel Abzugslöcher besitzt und ein humoses, feuchtigkeitsspeicherndes Substrat verwendet wird. Kübel trocknen schneller aus als Gartenboden und müssen regelmäßig kontrolliert werden.

✂️Vermehrung und Schnitt

Wann teilt man Astilbe chinensis 'Pumila'?

Am besten teilt man die Pflanze im zeitigen Frühjahr oder im Frühherbst. Teilen ist sinnvoll, wenn der Horst dicht wird oder die Blüte nachlässt.

Wie vermehrt man die Teppichspiere?

Die zuverlässigste Methode ist die Teilung des Rhizomhorstes. Aussaat ist möglich, liefert bei einer benannten Sorte aber nicht unbedingt Nachkommen mit identischen Eigenschaften.

Soll man Astilbe chinensis 'Pumila' im Herbst zurückschneiden?

Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht notwendig. Die trockenen Rispen und das Laub können als Winterschutz stehen bleiben und werden im zeitigen Frühjahr entfernt.

⚠️Giftigkeit und Sicherheit

Ist Astilbe chinensis 'Pumila' giftig für Hunde und Katzen?

Für Hunde und Katzen ist keine bedeutende Giftigkeit dokumentiert. Größere Mengen Pflanzenmaterial können dennoch Magenbeschwerden verursachen; Haustiere sollten nicht an Zierpflanzen fressen.

Ist die Teppichspiere für Familiengärten geeignet?

Für Astilbe chinensis 'Pumila' ist keine bedeutende Giftigkeit dokumentiert, daher gilt sie allgemein als geeignete Gartenstaude. Kindern sollte trotzdem erklärt werden, dass Zierpflanzen nicht gegessen werden.

Ist Astilbe chinensis 'Pumila' allergieauslösend?

Da sie durch Insekten bestäubt wird, entstehen normalerweise keine großen Pollenwolken. Empfindliche Personen können dennoch auf Blüten oder Pflanzenmaterial reagieren und sollten bei Beschwerden den Kontakt vermeiden.

🌸Blüte und Besonderheiten

Wann blüht Astilbe chinensis 'Pumila' in Deutschland?

Die Hauptblüte liegt meist im August und September. In kühlen, ausreichend feuchten Lagen kann die Blüte bis in den Oktober andauern.

Welche Blütenfarbe hat die Teppichspiere?

Die Blüten sind lila bis violettrosa und stehen in dichten, federartigen Rispen. Beim Verblühen können die Rispen graurosa wirken.

Warum blüht meine Astilbe chinensis 'Pumila' nicht?

Mögliche Ursachen sind zu wenig Licht, trockener Boden, frisch geteilte Pflanzen oder eine übermäßige Stickstoffversorgung. Heller Schatten und gleichmäßige Feuchtigkeit fördern die Blüte.

Blüht Astilbe chinensis 'Pumila' ein zweites Mal?

Eine zuverlässige Nachblüte ist nicht zu erwarten. Das Entfernen verblühter Rispen verbessert vor allem das Erscheinungsbild und löst normalerweise keine starke zweite Blüte aus.

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Nachvollziehbarkeit

Quellen und Datenzuverlässigkeit

90 % insgesamt; Höhe, Breite und Blütezeit variieren je nach Standort, Bodenfeuchte und gärtnerischer Sorteninterpretation.