Anemone pamina – PflanzenfotoQuelle: Wikimedia CommonsSalicynaCC BY-SA 4.0

Anemone pamina – Pflege

Anemone pamina
Geeignet für Staudenbeete, Rabatten, Gehölzränder, lichte Schattenbereiche, naturnahe Pflanzungen und den Schnittblumengarten. In heißen, trockenen Lagen ist Morgen- oder Vormittagssonne mit leichtem Nachmittagsschatten günstig. Winterliche Staunässe und austrocknende Winde vermeiden. Ja, wenn Bodenfeuchte und Ausbreitung beachtet werden

Anemone pamina Kurzvorstellung

Anemone pamina ist eine kompakt wachsende Herbst-Anemone mit halbgefüllten, tief rosafarbenen Schalenblüten und auffälligen gelben Staubgefäßen. Die robuste, sommergrüne Staude eignet sich für Staudenbeete, Gehölzränder und naturnahe Pflanzungen. In Deutschland blüht sie meist von August bis Oktober. Ein frischer, humoser, gut drainierter Boden und ein Standort in Sonne bis Halbschatten fördern einen gesunden Wuchs und eine reiche Spätsommerblüte.

Systematik

Taxonomische Einordnung

PflanzenfamilieRanunculaceae
GattungAnemone
PflanzengruppePhymanthus crucifer
PflanzentypSommergrüne, ausdauernde Staude; Gartenkultivar aus der Gruppe der Japanischen Herbst-Anemonen
HerkunftGartenkultivar aus der Linie der Japanischen Herbst-Anemonen; gärtnerische Abstammung mit Bezug zu ostasiatischen Anemonen
Akzeptierter wissenschaftlicher NameAnemone pamina
Schnellüberblick

Anemone pamina – Pflege

Wichtigste Ansprüche
LichtbedarfSonne bis Halbschatten
WasserbedarfGleichmäßig frisch, keine Staunässe
WinterhärteWinterhart im Freiland, in rauen Lagen mit Schutz
BodenFrischer, humoser, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden
Größe60–80 cm × 40–60 cm
BlüteSpätsommer bis Herbst
LuftfeuchtigkeitNormale Außenluftfeuchte ist ausreichend; gleichmäßige Bodenfeuchte ist wichtiger als hohe Luftfeuchtigkeit.
Boden-pHSchwach sauer bis schwach alkalisch
NährstoffbedarfLeichte jährliche Düngung
MindesttemperaturEtwa −18 bis −22 °C, abhängig von Standort und Winterschutz
USDA-ZoneEtwa USDA-Zone 6; in geschützten Lagen Deutschlands meist ausreichend winterhart, in rauen Regionen und bei Kahlfrost mit zusätzlichem Schutz
WachstumsgeschwindigkeitMittel; zunächst langsam einwachsend, später durch Ausläufer zunehmend breiter

Licht und Standort

Sonne bis Halbschatten. An tiefgründigen, gleichmäßig frischen Böden wird Sonne besser vertragen. In heißen oder trockenen Lagen schützt leichter Nachmittagsschatten vor Welken und Blattrandnekrosen. Dichter Schatten führt häufig zu weniger Blüten und schwächeren Stängeln.

Gießen und Luftfeuchtigkeit

Während des Einwachsens und der Blüte gleichmäßig feucht halten. Gießen, sobald die obere Bodenschicht abzutrocknen beginnt. Bei kühlem Wetter weniger häufig gießen, aber längere Trockenheit vermeiden. Bei nassem Boden die Drainage verbessern statt häufiger zu wässern.

Boden und Substrat

Ideal ist ein frischer, humoser, nährstoffreicher und zugleich gut durchlässiger Lehmboden. Sandige oder schwere Böden lassen sich mit Kompost und strukturverbessernden organischen Materialien anpassen. Staunasse Winterstandorte sollten vermieden werden.

Düngung

Im Frühjahr eine dünne Kompostgabe oder einen ausgewogenen Langzeitdünger für Stauden ausbringen. Zu viel Stickstoff vermeiden, da dadurch weiches, blattreiches Wachstum entstehen kann. Bei Trockenstress, Staunässe oder kurz nach einer Teilung erst düngen, wenn sich die Pflanze erholt hat.

Wachstum und Wuchsform

Anemone pamina bildet einen kompakten, aufrechten Horst mit grundständigem Blattschopf. Nach dem oft langsamen Einwachsen kann sie sich durch unterirdische Ausläufer oder Ausläufertriebe allmählich ausbreiten. Den Pflanzbereich markieren und bei Bedarf teilen.

Pflanzung

Pflanzen und Umtopfen

PflanzzeitFrühjahr oder früher Herbst; in rauen Lagen bevorzugt Frühjahr
PflanztiefeAuf Höhe der bisherigen Topferde; Krone nicht tiefer setzen
Pflanzabstand40–50 cm; etwa 4–6 Pflanzen pro Quadratmeter

Containerpflanzen oder Teilstücke im Frühjahr, alternativ im frühen Herbst pflanzen. Die Krone auf gleicher Höhe wie im Topf setzen, Erde vorsichtig andrücken und anschließend gründlich wässern. Eine dünne Mulchschicht hält die Feuchtigkeit, darf aber die Krone nicht bedecken.

Umtopfen

Kübelpflanzen im zeitigen Frühjahr vor dem kräftigen Austrieb umsetzen. Einen stabilen, gut drainierten Kübel und humose Pflanzerde verwenden. Die Wurzeln möglichst wenig stören, da etablierte Herbst-Anemonen häufiges Umpflanzen schlecht vertragen.

Praktische Pflege

Vermehrung und Schnitt

Vermehrung

Am zuverlässigsten durch Teilung etablierter Horste im zeitigen Frühjahr oder frühen Herbst. Auch Wurzelstecklinge sind möglich, benötigen jedoch gleichmäßige Feuchtigkeit und sorgfältige Kultur. Aussaat erhält die Sorteneigenschaften bei benannten Hybriden nicht zuverlässig.

Schnitt

Verblühte Stängel können nach der Blüte entfernt werden. Das restliche Laub erst zurückschneiden, wenn es im Spätherbst deutlich einzieht. Gesundes Laub nicht vorschnell im Spätsommer entfernen, da es die Wurzeln weiter versorgt.

Saisonale Pflege

Überwinterung

In kalten oder exponierten Lagen nach dem ersten Frost eine lockere Schicht Laub oder Reisig über den Wurzelbereich geben. Mulch von der Krone fernhalten. Besonders junge Pflanzen profitieren in den ersten Wintern von Schutz; dauerhaft nasse Böden vermeiden.

Praktische Verwendung

Verwendung

Verwendung in Staudenbeeten, Rabatten, Cottage-Gärten, an Gehölzrändern, in lichten Schattenpflanzungen und als Schnittblume. Die späte Blüte bringt Farbe in den Garten, wenn viele Sommerstauden bereits nachlassen. Nur als Zierpflanze verwenden.

Bestimmung und Wuchsform

Erscheinungsbild

Tiefgrüne, tief geteilte Blätter bilden einen dichten grundständigen Schopf. Darüber stehen schlanke, aufrechte und im oberen Bereich verzweigte Blütenstängel. Charakteristisch sind die kompakte Wuchsform und halbgefüllte, tief rosafarbene Blüten mit gelben Staubgefäßen.

Ökologische Beziehungen

Bestäubung und Besucher

Die offenen Blütenzentren und sichtbaren Staubgefäße sind für Hummeln und andere Blütenbesucher zugänglich. Eine verlässliche Zuordnung zu einer einzelnen Bestäuberart ist nicht möglich.

Pflanzenschutz

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten

Echter Mehltau kann bei dichtem Stand, Trockenstress oder schlechter Luftzirkulation auftreten. Am Boden gießen, übermäßige Blattnässe vermeiden und stark befallene Blätter entfernen. Eine Teilung überfüllter Horste verbessert die Durchlüftung.

Schädlinge

Schnecken können junges Laub schädigen. Außerdem werden Blatt- und Knollennematoden als mögliche Schädlinge von Herbst-Anemonen genannt. Verformten Austrieb entfernen, verdächtiges Material nicht vermehren und Werkzeuge sauber halten.

Sicherheit und Allergene

Giftigkeit und Pollen

GiftigkeitPotenziell reizend und bei Verzehr schädlich; genaue artspezifische Schwere unklar

Die Pflanze kann bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen und bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Beim Pflanzen, Teilen und Zurückschneiden vorsichtshalber Handschuhe tragen. Für Menschen und Haustiere liegen keine belastbaren, artspezifischen Angaben zur Schwere vor; größere Aufnahme medizinisch oder tierärztlich abklären.

Pollen und AllergieGeringe Bedeutung als Windpollenquelle
Typischer Zeitraum
Spätsommer bis Herbst
Bestäubung / Pollen
Überwiegend durch Insekten übertragener Pollen

Die Pflanze wird überwiegend durch Insekten bestäubt und bildet normalerweise keine große windverfrachtete Pollenwolke. Für sehr empfindliche Personen ist eine lokale Exposition beim Arbeiten direkt an blühenden Pflanzen dennoch nicht ausgeschlossen.

Hunde Bei Verzehr potenziell schädlich; Magen-Darm-Beschwerden möglich.
Katzen Bei Verzehr potenziell schädlich; Magen-Darm-Beschwerden möglich.
Kinder Bei Verzehr potenziell schädlich; Pflanzensaft kann die Haut reizen.
Betroffene Pflanzenteile Blätter, Stängel, Blüten, Pflanzensaft und Wurzeln
Natürliche Umgebung

Natürlicher Lebensraum

Die gärtnerische Abstammung der Herbst-Anemonen steht mit feuchten Gehölzrändern, lichten Waldbereichen und offenen Hängen in Ostasien in Verbindung. Im Garten bewährt sich ein frischer, humusreicher, durchlässiger Boden in Sonne bis Halbschatten.

Gut zu wissen

Wissenswertes

‘Pamina’ wurde in den 1980er-Jahren vom deutschen Züchter Hans Simon eingeführt.
Sie gehört zu den kompakteren Herbst-Anemonen.
Die Blüte fällt in die spätsommerliche bis herbstliche Gartensaison.
Gelbe Staubgefäße bilden einen auffälligen Kontrast zu den rosa Blüten.
Der Horst kann sich mit der Zeit durch unterirdische Ausläufer verbreitern.
Die Sorte eignet sich auch als haltbare Schnittblume.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

25 Fragen

Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.

🌱Schnellpflege

Was ist Anemone pamina?

Anemone pamina ist eine kompakte Herbst-Anemone mit halbgefüllten, dunkelrosa Blüten. Im deutschen Gartenbau wird sie häufig als Herbst-Anemone ‘Pamina’ oder Japanische Herbst-Anemone ‘Pamina’ angeboten.

Wann blüht Anemone pamina in Deutschland?

Die Hauptblüte liegt meist zwischen August und Oktober, häufig besonders im September und Oktober. Der genaue Beginn hängt von Region, Witterung und Standort ab.

🌤️Umgebung und Standort

Welchen Standort braucht Anemone pamina?

Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit tiefgründigem, frischem Boden. An heißen oder trockenen Plätzen ist leichter Nachmittagsschatten hilfreich.

Kann Anemone pamina im Halbschatten wachsen?

Ja. Heller Halbschatten, etwa am Gehölzrand, wird gut vertragen; in dichtem Schatten fällt die Blüte jedoch meist schwächer aus.

Welcher Boden ist für Anemone pamina geeignet?

Sie bevorzugt humosen, nährstoffreichen und gleichmäßig frischen Boden, der überschüssiges Wasser ableitet. Staunasse Winterböden sind ungeeignet.

💧Pflege und Probleme

Wie wird Anemone pamina gegossen?

Den Wurzelbereich während des Einwachsens, bei Trockenheit und zur Blüte gleichmäßig feucht halten. Erst gießen, wenn die obere Bodenschicht leicht abgetrocknet ist, und Staunässe vermeiden.

Braucht Anemone pamina Dünger?

Eine dünne Kompostgabe im Frühjahr reicht meist aus. Bei schwachem Wachstum kann zusätzlich ein ausgewogener Langzeitdünger für Stauden nach Herstellerangabe verwendet werden.

Warum blüht Anemone pamina nicht?

Häufige Ursachen sind zu wenig Licht, Trockenstress, ein noch junges Exemplar oder eine übermäßige Stickstoffdüngung. Ein heller Standort und gleichmäßige Bodenfeuchte fördern die Blütenbildung.

Welche Schädlinge und Krankheiten können auftreten?

Schnecken können junges Laub anfraßen; bei dichtem oder trockenem Stand kann Echter Mehltau auftreten. Gute Luftzirkulation, bodennahes Gießen und das Entfernen stark geschädigter Blätter helfen.

Soll Anemone pamina gemulcht werden?

Eine dünne Schicht Kompost oder Laubmulch hält den Boden länger frisch. Der Mulch darf nicht direkt an der Pflanzenkrone liegen, weil dort Fäulnis begünstigt werden kann.

🪴Pflanzen und Umtopfen

Wann wird Anemone pamina gepflanzt?

Am sichersten ist die Frühjahrspflanzung. Eine Pflanzung im frühen Herbst ist ebenfalls möglich, sollte in rauen Regionen aber genügend Zeit zum Einwurzeln vor dem Dauerfrost lassen.

Wie wird Anemone pamina richtig gepflanzt?

Die Pflanze auf derselben Höhe wie im Anzuchttopf setzen, die Erde vorsichtig andrücken und gründlich angießen. Die Krone nicht mit Erde oder dickem Mulch bedecken.

Welcher Pflanzabstand ist sinnvoll?

Ein Abstand von etwa 40 bis 50 cm ist ein guter Ausgangspunkt. So kann sich der Horst entwickeln, ohne dass die Pflanzen zu dicht stehen.

Eignet sich Anemone pamina für Kübel?

Ja, sofern der Kübel ausreichend groß ist und Abzugslöcher besitzt. Eine humose, feuchtigkeitsspeichernde, aber gut drainierte Kübelerde verwenden und im Sommer häufiger kontrollieren.

✂️Vermehrung und Schnitt

Wie wird Anemone pamina vermehrt?

Die praktischste Methode ist die Teilung etablierter Horste im zeitigen Frühjahr oder frühen Herbst. Wurzelstecklinge sind ebenfalls möglich, aber anspruchsvoller; Aussaat erhält die Sorte nicht sicher.

Wann wird Anemone pamina geteilt?

Am besten wird im zeitigen Frühjahr beim Austrieb oder im frühen Herbst geteilt. Heiße, trockene Perioden und die Hauptblüte sollten vermieden werden.

Breitet sich Anemone pamina aus?

Ja, die Staude kann sich mit der Zeit durch unterirdische Ausläufer verbreitern. Sie gilt im Garten meist als gut kontrollierbar, sollte bei Platzmangel aber geteilt oder begrenzt werden.

Wann wird Anemone pamina zurückgeschnitten?

Verblühte Stängel können nach der Blüte entfernt werden. Das Laub erst zurückschneiden, wenn es im Spätherbst von selbst deutlich einzieht.

⚠️Giftigkeit und Sicherheit

Ist Anemone pamina giftig für Menschen oder Haustiere?

Die Pflanze gilt als potenziell schädlich bei Verzehr und kann die Haut reizen. Da belastbare artspezifische Angaben zur Schwere begrenzt sind, Kinder und Haustiere fernhalten und bei größerer Aufnahme medizinischen oder tierärztlichen Rat einholen.

Kann Anemone pamina Hautreizungen verursachen?

Ja, der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Beim Pflanzen, Teilen und Rückschnitt Handschuhe tragen und die Hände danach waschen.

Ist Anemone pamina essbar oder medizinisch nutzbar?

Nein. Anemone pamina ist ausschließlich als Zierpflanze vorgesehen und sollte weder gegessen noch für Hausmittel verwendet werden.

🌸Blüte und Besonderheiten

Welche Blütenfarbe hat Anemone pamina?

Die halbgefüllten Blüten sind tief karminrosa bis dunkelrosa und besitzen auffällige gelbe Staubgefäße. Sie stehen über dem tiefgrünen Laub.

Wie groß werden die Blüten?

Die Blüten erreichen ungefähr 5 bis 7 cm Durchmesser. Ihre schalenförmige Gestalt und die mehreren Reihen schmaler Blütenblätter sind charakteristisch.

Ist Anemone pamina eine Bienenweide?

Sie bietet im Spätsommer und Herbst Nahrung für Hummeln und andere Blütenbesucher. Die halbgefüllten Blüten sind jedoch weniger offen als ungefüllte Sorten, daher ist die Attraktivität nicht bei allen Insekten gleich.

Eignet sich Anemone pamina als Schnittblume?

Ja, die langen Blütenstiele eignen sich für herbstliche Sträuße. Am besten werden die Stängel geschnitten, wenn sich die Blüten gerade öffnen.

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Nachvollziehbarkeit

Quellen und Datenzuverlässigkeit

85–90 %; Sortenmerkmale und gärtnerische Eigenschaften sind gut belegt, während die exakte botanische Einordnung und regionale Blühtermine variieren können.