Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria) – PflanzenfotoQuelle: Wikimedia CommonsYercaud-elangoCC BY-SA 4.0

Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria) – Pflege

Coreopsis tinctoria
Sonniges Beet, Bauern- oder Präriegarten, Blumenwiese, trockener Hang, Rabatte, Balkon oder großer Kübel. An windigen Stellen können die schlanken Triebe eine Stütze benötigen. Ja

Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria) Kurzvorstellung

Das Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria) bringt von Juni bis in den Herbst leichte, gelbe Blüten mit rotbrauner Zeichnung in sonnige Beete, Balkonkästen und Blumenwiesen. Die einjährige Art wächst rasch, kommt mit eher magerem, durchlässigem Boden zurecht und übersteht nach dem Anwachsen auch sommerliche Trockenphasen. Durch regelmäßiges Ausputzen blüht sie länger; einige Samenstände dürfen für Vögel und die Selbstaussaat stehen bleiben.

Systematik

Taxonomische Einordnung

PflanzenfamilieAsteraceae
GattungCoreopsis
PflanzengruppeMädchenauge
PflanzentypEinjährige krautige Wildblume
HerkunftNordamerika, besonders zentrale und westliche USA sowie Nordmexiko; außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets vielerorts eingeführt.
Akzeptierter wissenschaftlicher NameCoreopsis tinctoria
Schnellüberblick

Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria) – Pflege

Wichtigste Ansprüche
LichtbedarfSonnig
WasserbedarfGering bis mäßig
WinterhärteFrostempfindliche Sommerblume
BodenGut drainierter Sand-, Kies-, Lehm- oder mäßig tonhaltiger Boden
Größe60–120 cm × 30–45 cm
BlüteJuni–September, bei günstiger Witterung bis zum Frost
LuftfeuchtigkeitMit normaler Außenluftfeuchte problemlos; gute Drainage ist wichtiger als hohe Luftfeuchte.
Boden-pH5,2–7,8
NährstoffbedarfGeringer Nährstoffbedarf
MindesttemperaturEtwa −18 °C für die Samenverträglichkeit; die grünen Pflanzenteile sind frostempfindlich
USDA-ZoneIn Deutschland als einjährige Sommerblume kultiviert; die oberirdischen Pflanzenteile sind frostempfindlich. Selbstaussaat kann in milden Lagen zur Wiederkehr führen.
Wachstumsgeschwindigkeitschnell

Licht und Standort

Mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich, ideal an einem offenen Süd- oder Weststandort. Halbschatten wird gelegentlich toleriert, führt aber meist zu längeren Trieben und weniger Blüten. An sehr heißen Standorten kann etwas Schutz vor der späten Nachmittagssonne hilfreich sein.

Gießen und Luftfeuchtigkeit

Nach der Aussaat und während der Anwachsphase regelmäßig gießen, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Später zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen lassen. Im Kübel, bei Hitze und längerer Trockenheit häufiger, aber nicht dauerhaft nass halten.

Boden und Substrat

Ideal ist ein lockerer, gut drainierter, eher magerer Sand-, Kies- oder Lehmboden. Schwere Böden sollten keine Staunässe aufweisen; bei Bedarf kann die Struktur mit mineralischem Material verbessert werden. Geeignet ist etwa pH 5,2 bis 7,8.

Düngung

In normalem Gartenboden ist keine regelmäßige Düngung nötig. Zu viel Stickstoff führt leicht zu weichem, langem Wuchs und weniger Blüten. In sehr armem Boden genügt eine kleine Kompostgabe vor der Aussaat oder einmalig ein schwach dosierter ausgewogener Dünger.

Wachstum und Wuchsform

Schnell wachsende, aufrechte und verzweigte Sommerblume mit lockerem Aufbau. In nährstoffreichem Boden oder bei Wind können die Triebe auseinanderfallen; ein magerer, sonniger Standort fördert kompakteren Wuchs. Ausputzen verlängert die Blüte.

Pflanzung

Pflanzen und Umtopfen

PflanzzeitAb Mitte Mai ins Freiland; Vorkultur ab März oder April möglich
PflanztiefeNur oberflächlich aussäen, etwa 1–3 mm tief; Samen andrücken und höchstens sehr dünn bedecken.
Pflanzabstand30–45 cm

Nach den Eisheiligen beziehungsweise nach den letzten stärkeren Frösten ins Freiland säen oder pflanzen. Samen nur sehr dünn mit Erde bedecken beziehungsweise auf die Oberfläche drücken. Für eine gute Verzweigung und Luftzirkulation auf etwa 30 bis 45 cm Abstand vereinzeln.

Umtopfen

Als einjährige Saisonpflanze wird sie gewöhnlich nicht überwintert. Junge Pflanzen bei Bedarf früh in ein ausreichend großes Gefäß setzen und den Wurzelballen möglichst wenig stören.

Praktische Pflege

Vermehrung und Schnitt

Vermehrung

Ausschließlich beziehungsweise überwiegend durch Samen. Direktsaat im Frühjahr nach den letzten stärkeren Frösten; eine Herbstsaat kann funktionieren, wenn die Samen natürlich überwintern. Die Art sät sich an offenen, wenig bewachsenen Stellen leicht selbst aus.

Schnitt

Verblühte Körbchen regelmäßig entfernen, wenn eine längere Blüte und weniger Selbstaussaat gewünscht sind. Einige Samenstände können bis zum Winter stehen bleiben; nach der Samenreife oder im Spätwinter zurückschneiden.

Saisonale Pflege

Überwinterung

In Deutschland gewöhnlich einjährig kultiviert. Nach dem ersten Frost sterben die Triebe ab; einige Samenstände für Vögel und Selbstaussaat stehen lassen und überschüssiges Pflanzenmaterial im Spätwinter entfernen.

Praktische Verwendung

Verwendung

Für sonnige Sommerbeete, Rabatten, Bauerngärten, Blumenwiesen, Präriepflanzungen, Balkonkästen, große Kübel und informelle Schnittblumenpflanzungen. Die Blüten sind für Insekten attraktiv; eine Nutzung als Lebensmittel oder Heilpflanze ist nicht vorgesehen.

Bestimmung und Wuchsform

Erscheinungsbild

Schlanke, glatte, verzweigte Stängel tragen fein ein- bis zweifach gefiederte Blätter mit schmalen linearen Abschnitten. Die luftige Belaubung kontrastiert mit den einzelnen gelben Blütenkörbchen, deren Grund häufig rotbraun gefärbt ist.

Ökologische Beziehungen

Bestäubung und Besucher

Die offenen Blüten werden von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlingen, Käfern, Wespen und weiteren Insekten besucht. In Deutschland wird die Art als neophytisch und teils unbeständig geführt; für naturnahe Flächen daher nur im Rahmen geeigneter Garten- oder Saatgutmischungen verwenden.

Pflanzenschutz

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten

Meist unproblematisch. Bei Staunässe, dichter Pflanzung oder dauerhaft feuchtem Laub können Wurzel-, Kronen- und Blattkrankheiten auftreten. Für Luftbewegung sorgen, bodennah gießen und befallene Pflanzenteile entfernen.

Schädlinge

Gelegentlich Blattläuse, Zikaden, Schnecken an Jungpflanzen oder Raupen. Bei geringem Befall absammeln oder mit Wasser abspülen; während der Blüte keine breit wirkenden Insektizide einsetzen.

Sicherheit und Allergene

Giftigkeit und Pollen

GiftigkeitKeine bekannte spezifische Giftigkeit

Für Coreopsis-Arten wird keine spezifische Giftigkeit für Hunde und Katzen angegeben. Daten zur Verträglichkeit beim Menschen sind begrenzt; die Pflanze sollte nicht ohne fachkundige Bestimmung gegessen oder medizinisch verwendet werden. Bei Kindern und Haustieren grundsätzlich vom Verzehr abhalten.

Pollen und AllergieGeringe Belastung durch Flugpollen
Typischer Zeitraum
Juni bis September während der Blüte
Bestäubung / Pollen
Überwiegend insektenverbreiteter Pollen

Das Pollenangebot wird überwiegend durch Insekten verbreitet. Spezifische Daten zu allergischen Reaktionen auf Coreopsis tinctoria sind begrenzt; Personen mit Korbblütler-Allergie sollten während der Blüte vorsichtig sein.

Hunde Als nicht giftig für Hunde geführt; größere Mengen können dennoch Magenbeschwerden verursachen.
Katzen Als nicht giftig für Katzen geführt; übermäßiger Verzehr kann trotzdem Beschwerden auslösen.
Kinder Keine spezifische Kindervergiftung gut dokumentiert; nicht zum Verzehr freigeben.
Betroffene Pflanzenteile Keine spezifisch giftigen Pflanzenteile dokumentiert.
Natürliche Umgebung

Natürlicher Lebensraum

Ursprünglich offene Prärien, Ebenen, Wiesen, trockene Felder, Wegränder und andere sonnige, gestörte Lebensräume Nordamerikas. In Deutschland kommt sie vor allem kultiviert oder unbeständig verwildert vor.

Gut zu wissen

Wissenswertes

Der Artname tinctoria verweist auf die frühere Nutzung als Färbepflanze. Die Blüten können orange bis rotbraune Farbtöne für pflanzliche Färbeversuche liefern. Das fein geteilte Laub verleiht der Pflanze eine luftige Wirkung. Im Deutschen wird sie auch Schöngesicht oder Mädchenauge genannt. Reife Samenstände können Vögel unterstützen.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

27 Fragen

Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.

🌱Schnellpflege

Wie heißt Coreopsis tinctoria auf Deutsch?

Der dokumentierte deutsche Name ist Färber-Mädchenauge. Auch Schöngesicht und Mädchenauge werden verwendet.

Ist das Färber-Mädchenauge einjährig oder mehrjährig?

In Deutschland wird Coreopsis tinctoria gewöhnlich als einjährige Sommerblume kultiviert. Durch Selbstaussaat kann sie an geeigneten Stellen von selbst wieder erscheinen.

Wie hoch wird das Färber-Mädchenauge?

Je nach Sorte und Standort wird es meist etwa 60 bis 120 cm hoch und 30 bis 45 cm breit. In nährstoffreichem Boden können die Triebe höher und instabiler werden.

🌤️Umgebung und Standort

Welchen Standort braucht das Färber-Mädchenauge?

Es benötigt einen vollsonnigen, offenen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne. Ideal sind ein sonniges Beet, eine Blumenwiese, ein trockener Hang oder ein großer Kübel.

Welchen Boden bevorzugt Coreopsis tinctoria?

Am besten wächst die Art in lockerem, gut drainiertem Sand-, Kies- oder Lehmboden. Sie toleriert auch weniger nährstoffreiche Böden, verträgt aber keine anhaltende Staunässe.

Verträgt das Färber-Mädchenauge Trockenheit?

Nach dem Anwachsen verträgt es zeitweise Trockenheit recht gut. Im ersten Standjahr, bei Hitze und im Kübel sollte regelmäßig gegossen werden.

💧Pflege und Probleme

Muss man das Färber-Mädchenauge düngen?

In normalem Gartenboden ist meist kein Dünger nötig. Zu viel Stickstoff kann zu langen, weichen Trieben und weniger Blüten führen.

Warum fällt mein Färber-Mädchenauge um?

Häufige Ursachen sind zu wenig Sonne, sehr nährstoffreicher oder nasser Boden, Wind und zu dichter Stand. Ein sonniger, eher magerer Boden sowie eine unauffällige Stütze können helfen.

Wie blüht Coreopsis tinctoria länger?

Verblühte Blütenkörbchen regelmäßig abschneiden. Wenn sich die Pflanze aussäen soll, nur einen Teil der Samenstände ausreifen lassen.

Welche Schädlinge treten auf?

An Jungpflanzen können Schnecken, später gelegentlich Blattläuse, Zikaden oder Raupen auftreten. Bei geringem Befall reichen meist Absammeln, Kontrollieren und Abspülen mit Wasser.

🪴Pflanzen und Umtopfen

Wann sät man das Färber-Mädchenauge in Deutschland aus?

Direktsaat ist nach den letzten stärkeren Frösten ab Mitte Mai möglich. Für eine Vorkultur kann man etwa sechs bis acht Wochen vorher aussäen.

Wie tief werden die Samen ausgesät?

Die Samen werden nur etwa 1 bis 3 mm tief ausgesät oder auf die vorbereitete Erde gedrückt. Anschließend vorsichtig angießen und gleichmäßig feucht halten.

Kann man Coreopsis tinctoria im Kübel anbauen?

Ja, ein ausreichend großer Kübel mit Abzugslöchern und durchlässiger Erde ist geeignet. Der Standort muss vollsonnig sein, und überschüssiges Wasser sollte ablaufen können.

Welchen Pflanzabstand braucht das Färber-Mädchenauge?

Planen Sie etwa 30 bis 45 cm Abstand ein. Ein weiterer Abstand verbessert die Luftzirkulation und lässt die verzweigten Pflanzen natürlicher wachsen.

✂️Vermehrung und Schnitt

Wie vermehrt man das Färber-Mädchenauge?

Die Vermehrung erfolgt durch Samen. Man kann im Frühjahr direkt säen, im Haus vorziehen oder an geeigneten Standorten eine Herbstsaat versuchen.

Sät sich Coreopsis tinctoria selbst aus?

Ja, an offenen, wenig bewachsenen Stellen kann sich die Art leicht selbst aussäen. Für weniger Selbstaussaat die verblühten Körbchen vor der Samenreife entfernen.

Wann sammelt man die Samen?

Sammeln Sie die Samen, wenn die Blütenköpfchen trocken und dunkel geworden sind. Vor der Lagerung vollständig nachtrocknen lassen und kühl, trocken sowie beschriftet aufbewahren.

Soll man die Pflanze im Herbst zurückschneiden?

Für ein ordentliches Beet kann sie nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Einige trockene Samenstände dürfen als Nahrung für Vögel und zur Selbstaussaat stehen bleiben.

⚠️Giftigkeit und Sicherheit

Ist das Färber-Mädchenauge giftig für Hunde?

Coreopsis wird als nicht giftig für Hunde geführt. Trotzdem können große verzehrte Mengen Magenbeschwerden verursachen; bei auffälligen Symptomen sollte eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.

Ist Coreopsis tinctoria giftig für Katzen?

Coreopsis wird als nicht giftig für Katzen geführt. Wie bei jeder Gartenpflanze sollte übermäßiger Verzehr verhindert werden.

Ist das Färber-Mädchenauge für Kinder essbar?

Die Pflanze ist nicht als Lebensmittel vorgesehen, und belastbare Daten zur Essbarkeit sind begrenzt. Kinder sollten Blüten und Samen nicht in den Mund nehmen.

Kann das Färber-Mädchenauge Allergien auslösen?

Spezifische Allergiedaten zu Coreopsis tinctoria sind begrenzt. Menschen mit bekannter Empfindlichkeit gegenüber Korbblütlern sollten während der Blüte vorsichtig sein.

Ist Coreopsis tinctoria in Deutschland invasiv?

FloraWeb führt die Art als unbeständigen neophytischen Fund. Sie sollte deshalb nicht absichtlich in Schutzgebiete oder naturnahe Lebensräume ausgebracht werden; im Garten ist verblühtes Saatgut bei Bedarf zu entfernen.

Kann man das Färber-Mädchenauge als Heilpflanze verwenden?

Nein, eine medizinische Anwendung sollte nicht ohne belastbare Fachinformationen erfolgen. Für den Garten ist die Art als Zier- und Färbepflanze geeignet, nicht als selbst angewendete Heilpflanze.

🌸Blüte und Besonderheiten

Wann blüht das Färber-Mädchenauge in Deutschland?

Bei Aussaat im Frühjahr blüht es meist von Juni bis September. Bei warmer Witterung und regelmäßigem Ausputzen kann die Blüte bis zum ersten Frost andauern.

Wie sehen die Blüten von Coreopsis tinctoria aus?

Die Blüten sind margeritenähnlich, meist gelb mit einer rotbraunen Zeichnung am Grund und einer dunkleren Mitte. Die Körbchen werden gewöhnlich etwa 3 bis 5 cm breit.

Eignet sich das Färber-Mädchenauge als Schnittblume?

Ja, die verzweigten Stängel und die lange Blütezeit eignen sich gut für lockere Sommersträuße. Schneiden Sie die Stiele, sobald die ersten Blüten eines Triebs geöffnet sind.

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Nachvollziehbarkeit

Quellen und Datenzuverlässigkeit

93 % – Artname, deutscher Trivialname, einjährige Kultur, Standort, Blütezeit und Verwendung sind gut belegt; Angaben zu Allergie- und Haustierreaktionen bleiben vorsichtig formuliert.