Keulenlilie (Cordyline australis ‘Red Star’) Kurzvorstellung
Die Keulenlilie ‘Red Star’ (Cordyline australis ‘Red Star’) ist eine immergrüne, palmenähnliche Kübelpflanze mit schmalen, schwertförmigen Blättern in dunklen Bronze-, Bordeaux- und Violetttönen. Sie bevorzugt einen sonnigen, geschützten Standort und durchlässige Erde. In Deutschland wird sie meist von Frühjahr bis Herbst auf Balkon, Terrasse oder im Garten kultiviert und anschließend hell sowie kühl und frostfrei überwintert.
Taxonomische Einordnung
Keulenlilie (Cordyline australis ‘Red Star’) – Pflege
Licht und Standort
Für die intensivste Blattfärbung möglichst sonnig stellen. Halbschatten ist möglich, besonders bei starker Mittagshitze. Nach der Überwinterung langsam an direkte Sonne gewöhnen, um Sonnenbrand zu vermeiden. Ein Platz an einer geschützten Süd- oder Westwand ist geeignet.
Gießen und Luftfeuchtigkeit
Gießen, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist, anschließend überschüssiges Wasser vollständig ablaufen lassen. Neu gesetzte Pflanzen gleichmäßig feucht halten. Im kühlen Winterquartier deutlich sparsamer gießen und niemals Wasser im Übertopf stehen lassen.
Boden und Substrat
Verwenden Sie eine strukturstabile, gut durchlässige Kübelpflanzenerde, gern mit Sand, Bims, Splitt oder anderem mineralischem Material. Staunässe und verdichtete Erde sind problematischer als leichte pH-Abweichungen. Ein Topf mit großen Abzugslöchern ist unverzichtbar.
Düngung
Im Frühjahr bei neuem Austrieb einen ausgewogenen Langzeitdünger nach Packungsangabe geben oder während der Wachstumszeit schwach flüssig düngen. Kübelpflanzen können im Frühsommer eine zweite leichte Gabe erhalten. Im Winter, bei Trockenstress oder Frostschäden nicht düngen.
Wachstum und Wuchsform
Die Pflanze wächst aufrecht und bildet eine dichte Blattrosette. Mit zunehmendem Alter kann ein schlanker, verholzender Stamm entstehen, der sich nach Blüte oder Rückschnitt verzweigt. Kälte, Lichtmangel, Wurzelmangel und Winternässe bremsen das Wachstum; beschädigte Pflanzen können aus gesundem Stammgewebe oder von der Basis neu austreiben.
Pflanzen und Umtopfen
Im deutschen Freiland nur in sehr milden, geschützten Lagen und mit zuverlässigem Winterschutz auspflanzen. Sicherer ist die Kultur im großen Kübel. Den Wurzelballen ebenerdig einsetzen, den Stamm nicht anhäufeln und nach dem Pflanzen gründlich angießen.
Im Frühjahr umtopfen, wenn der Topf stark durchwurzelt ist, das Wasser schlecht abläuft oder die Pflanze instabil wird. Nur eine Topfgröße größer wählen und den Stamm auf gleicher Höhe einsetzen. Bei großen Exemplaren kann eine Erneuerung der oberen Substratschicht genügen.
Vermehrung und Schnitt
Vermehrung
Durch Samen, Kopf- oder Stammstecklinge und vorhandene Seitentriebe. Vegetative Vermehrung erhält die Sorteneigenschaften zuverlässiger als Aussaat. Stecklinge warm, hell und in einem luftigen, nur leicht feuchten Substrat bewurzeln.
Schnitt
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Vertrocknete oder stark beschädigte Blätter mit sauberem Werkzeug nahe am Stamm entfernen. Nach Frostschäden bis zum Frühjahr warten und nur eindeutig weiches oder abgestorbenes Gewebe zurückschneiden.
Überwinterung
Kübel vor den ersten stärkeren Frösten in ein helles, kühles und frostfreies Quartier bei etwa 5–10 °C stellen. Im Winter nur sparsam gießen und nicht düngen. In milden Regionen kann die Pflanze draußen bleiben, braucht dann aber Schutz vor Frost, kaltem Wind, Schnee und Winternässe.
Verwendung
Architektonische Blattschmuckpflanze, Solitär im Kübel, Akzent für Terrasse und Balkon sowie exotischer Blickfang im geschützten Garten. Nicht als Nutz- oder Heilpflanze verwenden.
Erscheinungsbild
Die Sorte bildet eine markante Rosette aus langen, schmalen, schwertförmigen Blättern in dunklen Rot-, Bronze- und Violetttönen. Die Blätter stehen aufrecht bis leicht überhängend und verleihen der Pflanze einen exotischen, architektonischen Charakter. Mit dem Alter kann ein schlanker Stamm entstehen.
Blüte
Ältere, gut etablierte Pflanzen können im Sommer endständige Rispen mit kleinen, cremeweißen und duftenden Blüten bilden. In Kübeln, bei jungen Pflanzen oder nach kalter Überwinterung bleibt die Blüte oft aus. Anschließend können kleine Beeren entstehen.
Bestäubung und Besucher
Die duftenden Blütenrispen älterer Pflanzen können Bienen besuchen lassen. Für die konkrete Sorte ist die Datenlage begrenzt; sie sollte daher nicht als zentrale Bienenweide eingeplant werden.
Cordyline australis 'Red Star' Fotos
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Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten
Vor allem bei Kälte und nassem Substrat können Wurzel- oder Stammfäule auftreten. Entfernen Sie weiches, übel riechendes Gewebe und verbessern Sie den Wasserabzug. Gute Hygiene, mäßiges Gießen im Winter und saubere Schnittwerkzeuge beugen Problemen vor.
Schädlinge
Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben können besonders an überwinterten oder geschwächten Pflanzen auftreten. Blattbasen und Blattunterseiten regelmäßig kontrollieren. Befallene Pflanzen isolieren und nur in Deutschland zugelassene Mittel genau nach Etikett anwenden.
Zugehörige Krankheiten und Schädlinge
Hier erscheinen nur Pflanzendoktor-Profile, deren Wirtsdaten auf diese Pflanze passen.
Giftigkeit und Pollen
Cordyline australis gilt bei Aufnahme als gesundheitsschädlich beziehungsweise giftig für Haustiere. Mögliche Beschwerden umfassen vor allem Magen-Darm-Störungen. Blätter, Beeren, Wurzeln und Schnittgut nicht verzehren und von Kindern sowie Tieren fernhalten. Zur genauen Giftigkeit der Sorte ‘Red Star’ liegen nur begrenzte sortenspezifische Daten vor.
- Typischer Zeitraum
- Spätes Frühjahr bis Sommer bei Blüte
- Bestäubung / Pollen
- Insektenverbreiteter Blütenpollen; Bedeutung für die Luftallergie unklar
Die Blüten werden vermutlich durch Insekten bestäubt. Verlässliche Angaben zur Belastung durch luftgetragenen Pollen und zur menschlichen Allergierelevanz dieser Sorte fehlen. Allergiker sollten persönliche Reaktionen beobachten und blühende Rispen nicht unnötig berühren.
Natürlicher Lebensraum
Cordyline australis ist in Neuseeland in offenen Landschaften, an Waldrändern, in Tieflagen und an gut drainierten Hängen verbreitet. Sie bevorzugt helles Licht und durchlässige Böden, reagiert in Deutschland jedoch empfindlich auf längeren Frost, kalten Wind und winterliche Staunässe.
Wissenswertes
Die Sorte wird vor allem wegen ihres dunklen Laubs kultiviert.
Cordyline australis ist keine echte Palme.
Ältere Pflanzen können einen Stamm ausbilden.
Blüten erscheinen meist erst an etablierten Exemplaren.
Die Art stammt aus Neuseeland.
In Deutschland ist die Kübelkultur besonders verbreitet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.
🌱Schnellpflege
Was ist Cordyline australis ‘Red Star’?⌄
Cordyline australis ‘Red Star’ ist eine immergrüne Keulenlilie mit schmalen, dunkel bordeauxroten bis bronzefarbenen Blättern. Sie wird in Deutschland meist als dekorative Kübelpflanze kultiviert und ist keine echte Palme.
🌤️Umgebung und Standort
Welchen Standort braucht die Keulenlilie ‘Red Star’?⌄
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger, windgeschützter Platz. Für eine intensive Blattfärbung braucht sie viel Licht; nach der Überwinterung sollte sie schrittweise an direkte Sonne gewöhnt werden.
Ist ‘Red Star’ in Deutschland winterhart?⌄
Nein, zuverlässig winterhart ist die Sorte in Deutschland nicht. In sehr milden Lagen kann sie mit Schutz kurze Frostperioden überstehen, sicherer ist jedoch ein helles, frostfreies Winterquartier.
💧Pflege und Probleme
Wie wird Cordyline australis ‘Red Star’ gegossen?⌄
Gießen Sie, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und lassen Sie überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Im kühlen Winterquartier wird deutlich sparsamer gegossen.
Wie überwintert man die Keulenlilie ‘Red Star’?⌄
Stellen Sie den Kübel vor stärkeren Frösten in einen hellen, kühlen Raum mit etwa 5–10 °C. Im Winter wenig gießen, nicht düngen und die Pflanze von Heizkörpern fernhalten.
Warum werden die Blätter von ‘Red Star’ braun?⌄
Mögliche Ursachen sind Frost, Sonnenbrand nach einem abrupten Standortwechsel, Trockenheit oder Staunässe. Prüfen Sie Temperatur, Licht und Wasserabzug und entfernen Sie nur vollständig abgestorbene Blätter.
Warum verliert die Keulenlilie ihre rote Farbe?⌄
Bei zu wenig Licht wirken neue Blätter häufig grüner oder weniger dunkel. Stellen Sie die Pflanze schrittweise heller, vermeiden Sie aber extreme Mittagshitze nach der Winterruhe.
Braucht Cordyline australis ‘Red Star’ Dünger?⌄
Während des Wachstums genügt eine leichte Düngung im Frühjahr und gegebenenfalls im Frühsommer. Im Winter sowie bei Frost-, Trocken- oder Wurzelschäden nicht düngen.
Muss ‘Red Star’ geschnitten werden?⌄
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Entfernen Sie abgestorbene Blätter mit sauberem Werkzeug; nach Frostschäden schneiden Sie erst zurück, wenn im Frühjahr lebendes und totes Gewebe erkennbar ist.
Welche Schädlinge können auftreten?⌄
Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben treten vor allem an geschwächten oder überwinterten Pflanzen auf. Kontrollieren Sie Blattunterseiten und Blattscheiden regelmäßig und verwenden Sie nur zugelassene Pflanzenschutzmittel nach Etikett.
🪴Pflanzen und Umtopfen
Kann Cordyline australis ‘Red Star’ im Kübel wachsen?⌄
Ja, die Kübelkultur ist in Deutschland besonders empfehlenswert. Verwenden Sie einen schweren Topf mit Abzugslöchern und ein durchlässiges Substrat, damit die Pflanze nicht umkippt oder vernässt.
Wann darf die Keulenlilie nach draußen?⌄
Ab dem Frühjahr kann sie nach draußen, sobald keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Gewöhnen Sie sie über mehrere Tage an Sonne und Wind.
✂️Vermehrung und Schnitt
Wie vermehrt man Cordyline australis ‘Red Star’?⌄
Möglich sind Samen, Stamm- oder Kopfstecklinge und vorhandene Seitentriebe. Stecklinge und Seitentriebe erhalten die typischen Sortenmerkmale zuverlässiger als Samen.
⚠️Giftigkeit und Sicherheit
Ist Cordyline australis ‘Red Star’ giftig für Hunde und Katzen?⌄
Ja, die Pflanze gilt bei Aufnahme als giftig oder gesundheitsschädlich für Haustiere und kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Blätter, Beeren und Schnittgut sollten nicht erreichbar sein.
Ist die Keulenlilie für Kinder essbar oder unbedenklich?⌄
Nein, die Pflanze ist nicht zum Verzehr geeignet. Halten Sie alle Pflanzenteile von kleinen Kindern fern und holen Sie bei Verschlucken ärztlichen oder Giftnotruf-Rat ein.
🌸Blüte und Besonderheiten
Blüht die Keulenlilie ‘Red Star’?⌄
Ältere und gut etablierte Pflanzen können im Sommer duftende, cremeweiße Blütenrispen bilden. Bei jungen Kübelpflanzen oder nach kalten Wintern bleibt die Blüte häufig aus.
Soll man die Blütenstände abschneiden?⌄
Nach der Blüte können Sie den verblühten Blütenstand aus optischen Gründen entfernen. Für die Gesundheit der Pflanze ist das nicht zwingend nötig; die zentrale Wachstumsknospe darf nicht verletzt werden.
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