Taglilie (Hemerocallis ‘Catherine Woodbury’) Kurzvorstellung
Hemerocallis 'Catherine Woodbury' ist eine klassische, horstbildende Taglilie mit großen, zart lavendelrosa bis orchideenrosa Blüten und einem auffällig gelbgrünen Schlund. Die bogig überhängenden, grasartigen Blätter bilden dichte Horste. In deutschen Gärten gedeiht die robuste Staude am besten in Sonne bis leichtem Halbschatten, in humosem, frischem und gut drainiertem Boden. Wichtig: Für Katzen ist die Pflanze giftig.
Taxonomische Einordnung
Taglilie (Hemerocallis ‘Catherine Woodbury’) – Pflege
Licht und Standort
Für die reichste Blüte mindestens sechs Stunden direkte Sonne anstreben. Leichter Halbschatten wird toleriert und kann in sehr warmen Regionen das Verblassen der Blüten bremsen. Dichter Schatten führt meist zu weniger Blüten und lockerem Wuchs. Reflektierte Hitze in Verbindung mit Trockenheit kann Blätter schädigen.
Gießen und Luftfeuchtigkeit
Nach dem Pflanzen regelmäßig und durchdringend gießen. Später wässern, sobald die obere Bodenschicht abgetrocknet ist, besonders während längerer sommerlicher Trockenheit. Wasser direkt in den Wurzelbereich geben und Staunässe vermeiden.
Boden und Substrat
Ideal ist ein humoser, nährstoffreicher, frischer und gut durchlässiger Gartenboden. Lehmige Böden werden toleriert, sollten aber mit Kompost und gegebenenfalls mineralischem Material verbessert werden, damit im Winter keine Staunässe entsteht. Ein pH-Wert von leicht sauer bis leicht alkalisch ist geeignet.
Düngung
Im zeitigen Frühjahr eine dünne Schicht reifen Kompost oder einen ausgewogenen, eher stickstoffarmen Staudendünger geben. Dünger einwässern und nicht auf das Laub streuen. Übermäßige Stickstoffgaben fördern Blätter zulasten der Blüten.
Wachstum und Wuchsform
Die Sorte bildet einen dichten Horst aus Blätterfächern und wächst allmählich in die Breite. Mit zunehmendem Alter wird der Horst meist blühfreudiger. Eine Teilung ist sinnvoll, wenn die Mitte verkahlt, die Blüte nachlässt oder der Bestand zu dicht wird.
Pflanzen und Umtopfen
Pflanzen Sie im Frühjahr oder frühen Herbst, solange der Boden bearbeitbar ist. Die Stelle, an der Wurzeln und Blätter zusammentreffen, sollte auf Bodenniveau oder nur knapp darunter liegen. Zu tiefes Pflanzen kann Wuchs und Blüte beeinträchtigen. Nach dem Pflanzen gründlich wässern und den Boden in den ersten Wochen gleichmäßig frisch halten.
Kübelpflanzen im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte im Spätsommer teilen und in frisches, durchlässiges Substrat setzen. Der Kübel muss Abzugslöcher besitzen und ausreichend breit für den sich vergrößernden Horst sein. Die Krone wieder auf derselben Höhe einsetzen.
Vermehrung und Schnitt
Vermehrung
Am zuverlässigsten durch Teilung älterer Horste im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte im Spätsommer. Jedes Teilstück sollte mehrere Blätter und gesunde Wurzeln besitzen. Aussaat ist möglich, erhält aber die Sorteneigenschaften nicht zuverlässig.
Schnitt
Verblühte Einzelblüten und Blütenstiele entfernen, sobald sie unansehnlich werden. Vergilbtes oder frostgeschädigtes Laub im Herbst zurückschneiden. Gesundes grünes Laub nicht vorzeitig entfernen, da es den Horst weiter versorgt.
Überwinterung
Im Freiland überwintert die Staude in den meisten deutschen Regionen problemlos. In sehr rauen Lagen nach dem ersten Bodenfrost eine lockere Laub- oder Reisigabdeckung aufbringen, ohne die Krone luftdicht zu bedecken. Kübelpflanzen sind stärker frostgefährdet und sollten geschützt, aber kühl und nicht zu nass überwintert werden.
Verwendung
Geeignet für Staudenbeete, Bauerngärten, gemischte Rabatten, größere Kübel und flächige Pflanzungen. Die langen Blütenstiele eignen sich für informelle Sträuße, wobei einzelne Blüten nur kurz halten. Nicht als essbare oder Heilpflanze verwenden.
Erscheinungsbild
Schmale, bogig überhängende Blätter bilden einen dichten grundständigen Horst. Die verzweigten Blütenstiele ragen deutlich über das Laub hinaus und tragen große, elegant gewellte Blüten in blassem Rosa bis Lavendelrosa mit gelbgrünem Schlund. Der grasartige Wuchs unterscheidet die Pflanze von echten Lilien.
Bestäubung und Besucher
Die Blüten können Schmetterlingen und anderen Blütenbesuchern Nektar anbieten. Für genau diese Sorte liegen jedoch keine belastbaren speziellen Bestäuberdaten vor. Als Züchtung ersetzt sie keine regional heimischen Nahrungspflanzen für Insekten.
Hemerocallis 'Catherine Woodbury' Fotos
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Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten
Möglich sind Blattstreifenkrankheit, Blattflecken, Rost, Kronenfäule und bakterielle Weichfäule. Gute Drainage, ausreichend Abstand, sauberes Entfernen abgestorbener Pflanzenteile und Gießen direkt auf den Boden verringern das Risiko. Befallene Blätter entfernen und nicht auf dem Kompost entsorgen.
Schädlinge
Blattläuse, Thripse, Spinnmilben, Schnecken und gelegentlich Gallmücken können auftreten. Neue Triebe und Knospen regelmäßig kontrollieren. Schnecken bei Bedarf mechanisch abhalten; Insektizide während der Blüte nur gezielt und nach deutscher Zulassung einsetzen, um Bestäuber zu schonen.
Giftigkeit und Pollen
Hemerocallis gilt als besonders für Katzen gefährlich. Bereits kleine Mengen von Blättern, Blüten, Pollen oder Blumenwasser können schwere Nierenschäden verursachen. Bei möglicher Aufnahme sofort eine Tierarztpraxis oder tierärztliche Notfallstelle kontaktieren. Für Menschen und Hunde ist eine vergleichbare schwere Giftwirkung nicht ausreichend belegt; die Pflanze sollte dennoch nicht verzehrt werden.
- Typischer Zeitraum
- Während der Blüte, meist Juni bis August
- Bestäubung / Pollen
- Tierübertragener Pollen; meist nicht windverbreitet
Der Pollen wird überwiegend durch Tiere innerhalb und zwischen Blüten übertragen und bildet normalerweise keine ausgeprägte Luftstaubwolke. Allergische Reaktionen durch direkten Kontakt sind dennoch möglich.
Natürlicher Lebensraum
Es handelt sich um eine gärtnerische Züchtung aus asiatischen Hemerocallis-Arten, nicht um eine Pflanze eines einzelnen natürlichen Lebensraums. In Deutschland passt sie in sonnige bis halbschattige, frische Gartenbereiche mit guter Drainage und saisonaler Bodenfeuchte.
Wissenswertes
Die Sorte wurde 1967 von Childs eingeführt und gilt als klassische Taglilie. Jede Einzelblüte öffnet sich meist nur einen Tag. Der gelbgrüne Schlund bildet einen auffälligen Kontrast zu den zart rosa-lavendelfarbenen Blütenblättern. Der Horst besteht aus grundständigen Blätterfächern und wird mit den Jahren größer.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die wichtigsten Fragen zu dieser Pflanze mit kurzen, direkten Antworten.
🌱Schnellpflege
Was ist Hemerocallis 'Catherine Woodbury'?⌄
Hemerocallis 'Catherine Woodbury' ist eine horstbildende Taglilie mit duftenden, großen lavendelrosa bis orchideenrosa Blüten und gelbgrünem Schlund. Sie ist eine robuste, pflegeleichte Gartenstaude.
Wie groß wird die Taglilie 'Catherine Woodbury'?⌄
Sie wird in deutschen Gärten meist etwa 60–80 cm hoch und ungefähr 50–60 cm breit. Ältere Horste können etwas breiter werden.
🌤️Umgebung und Standort
Welchen Standort braucht Hemerocallis 'Catherine Woodbury'?⌄
Am besten wächst sie in voller Sonne bis leichtem Halbschatten. Für eine reiche Blüte sollte sie möglichst mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhalten.
Welcher Boden ist für die Sorte geeignet?⌄
Geeignet ist ein humoser, nährstoffreicher, frischer und gut durchlässiger Gartenboden. Staunässe, besonders im Winter, sollte vermieden werden.
Ist Hemerocallis 'Catherine Woodbury' winterhart?⌄
Ja, die Sorte ist in Deutschland in der Regel gut winterhart und verträgt ungefähr -28 °C bis -30 °C. In rauen Lagen und im Kübel ist ein leichter Winterschutz sinnvoll.
💧Pflege und Probleme
Wie wird die Taglilie richtig gegossen?⌄
Im ersten Jahr regelmäßig und durchdringend gießen. Später reicht es meist, bei anhaltender Trockenheit zu wässern, sobald die obere Bodenschicht abgetrocknet ist.
Wie wird Hemerocallis 'Catherine Woodbury' gedüngt?⌄
Im Frühjahr genügt eine dünne Kompostgabe oder ein ausgewogener, eher stickstoffarmer Staudendünger. Zu viel Stickstoff kann die Blattbildung fördern und die Blüte schwächen.
Warum blüht meine Taglilie nicht?⌄
Häufige Ursachen sind zu wenig Sonne, Trockenstress, ein überdüngter Boden, starke Konkurrenz durch Gehölze oder ein überalterter Horst. Bei dichter Mitte kann eine Teilung die Blühleistung verbessern.
Soll man verblühte Blüten und Stängel entfernen?⌄
Ja, verblühte Blüten und unansehnliche Blütenstiele können entfernt werden. Das hält den Horst ordentlich und verhindert unnötige Samenbildung.
🪴Pflanzen und Umtopfen
Wann pflanzt man Hemerocallis 'Catherine Woodbury' in Deutschland?⌄
Geeignet sind das Frühjahr und der frühe Herbst. Bei Herbstpflanzung sollte noch ausreichend Zeit zur Wurzelbildung vor dem Bodenfrost bleiben.
Wie tief wird die Taglilie gepflanzt?⌄
Die Krone, also der Übergang zwischen Wurzeln und Blättern, sollte auf Bodenniveau oder nur knapp darunter liegen. Zu tiefes Pflanzen kann den Wuchs und die Blüte beeinträchtigen.
Welcher Pflanzabstand ist empfehlenswert?⌄
Planen Sie etwa 50–60 cm Abstand ein. Bei besonders großen Horsten oder sehr luftfeuchten Standorten kann etwas mehr Abstand sinnvoll sein.
✂️Vermehrung und Schnitt
Wie vermehrt man 'Catherine Woodbury'?⌄
Am sichersten erfolgt die Vermehrung durch Teilung des Horstes. Die Teilstücke sollten mehrere Blätter und gesunde Wurzeln besitzen und sofort wieder auf gleicher Höhe eingepflanzt werden.
Wann wird die Taglilie geteilt?⌄
Teilen können Sie im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte im Spätsommer. Der Boden sollte dabei weder gefroren noch vernässt sein.
Kann man die Sorte aus Samen ziehen?⌄
Ja, aber Sämlinge fallen genetisch unterschiedlich aus und entsprechen nicht zuverlässig der Sorte. Für sortenechte Pflanzen ist die Teilung die bessere Methode.
⚠️Giftigkeit und Sicherheit
Ist Hemerocallis 'Catherine Woodbury' für Katzen giftig?⌄
Ja. Taglilien der Gattung Hemerocallis können bei Katzen schwere, akut lebensbedrohliche Nierenschäden verursachen; bei möglicher Aufnahme von Pflanzenteilen, Pollen oder Blumenwasser sofort tierärztliche Hilfe suchen.
Welche Pflanzenteile sind für Katzen gefährlich?⌄
Alle Pflanzenteile sollten als gefährlich betrachtet werden, darunter Blüten, Blätter, Wurzeln, Pollen und Blumenwasser. Auch abgefallene Blüten sollten aus Bereichen entfernt werden, zu denen Katzen Zugang haben.
Ist die Sorte für Hunde giftig?⌄
Eine vergleichbare schwere Giftwirkung wie bei Katzen ist für Hunde nicht sicher belegt. Dennoch sollte das Fressen verhindert werden; bei größeren Mengen oder Beschwerden ist eine tierärztliche Abklärung ratsam.
Kann man diese Taglilie essen?⌄
Nein, diese Sorte sollte nicht als essbare Pflanze verwendet werden. Sortenspezifische Lebensmittelsicherheit ist nicht ausreichend geklärt, und für Katzen besteht eine erhebliche Vergiftungsgefahr.
🌸Blüte und Besonderheiten
Wann blüht Hemerocallis 'Catherine Woodbury' in Deutschland?⌄
Die Hauptblüte liegt meist im Juni und Juli, je nach Region und Wetter teils bis August oder September. Einzelne Blüten halten nur etwa einen Tag, öffnen sich aber nacheinander über mehrere Wochen.
Duftet 'Catherine Woodbury'?⌄
Ja, die Sorte wird als duftend beschrieben. Der Duft ist besonders bei warmem Wetter und geöffneten Blüten wahrnehmbar.
Welche Blütenfarbe hat die Sorte?⌄
Die Blüten sind zart lavendelrosa bis orchideenrosa und besitzen einen auffälligen gelbgrünen Schlund. Farbintensität und Farbstich können sich mit Temperatur und Licht verändern.
Blüht Hemerocallis 'Catherine Woodbury' mehrfach?⌄
Eine Nachblüte kann unter günstigen Bedingungen auftreten, ist aber nicht an jedem Standort zuverlässig. Ausreichend Sonne, gleichmäßige Wasserversorgung und ein gut etablierter Horst fördern die Blühdauer.
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